Buchbranche · Literaturblog · Neuerscheinung

Die skurrilsten Werbetexte der Verlage (2)

kauf2In den aktuellen Herbst-Programmen der Verlage wird vor allem eines getan: Gefragt. An Buchhändler und Journalisten richten die Werbe- strategen eine Frage nach der anderen. Offenbar gehen sie davon aus, dass dies anregt. Hier die Höhepunkte:

„Was, wenn das Ende gar nicht das Ende ist?“ Tja. In diesem Fall müssen wir wohl fortfahren. Hiermit: „Bist du bereit für ein Spiel auf Lesen und Tod?“ Lieber nicht, zu gefährlich. Andererseits wüsste ich dann wenigstens die Antwort auf folgende Frage: „Wer bestimmt über das Ende meines Lebens?“ Offensichtlich das Buch, das ich gerade gelesen habe, oder? – Mist, jetzt stelle ich selbst auch schon Fragen. Dabei können das die Verlage viel besser: „Mit welcher Wahrheit können wir leben?“, „Wann ist man bereit für eine Liebe, die nicht sein darf?“ und „Müssen wir Leben neu denken?“ wollen sie wissen. Ich weiß es nicht. Bin aber froh, dass endlich mal gefragt wird: „Jesus – was war er für ein Mensch?“ Ein lesender vermutlich. Bleibt nur noch eines offen: „Kann man einen Menschen mit Worten töten?“ Hmmmm. Ob das der PR-Texter selbstkritisch gemeint hat?

8 Kommentare zu „Die skurrilsten Werbetexte der Verlage (2)

  1. Ich freue mich schon auf das Buch über den Zeitpunkt, wann man bereit ist zur Liebe, die nicht sein darf. VIEL VERSPRECHEND! Ein Must have sozusagen, ein Buch, das unser aller Leben kompett ändern wird…

  2. Manche Buchtitel sind aber wirklich unmöglich, meinst Du Jesus wäre ein Lesender gewesen ? ich denk er war ein Gehender. er ist doch angeblich trockenen Fusses übers Wasser gelaufen. Alles Unsinn finde ich. Außerdem kann man sowieso nicht jedes buch kaufen was die auf den markt werfen, ichhab noch einige Bücher die ungelesen herumstehen, ich komme nicht dazu, sie zu lesen, muss ja immer am PC sitzen 😆 ich könnte ja was verpassen :mrgreen:

  3. Köstlich! Schön sind auch Titel wie: „Sterben … und dann?“ Nun ja, aus religiöser Sicht möglicherweise beantwortbar, für böse Heiden wie mich nur erheiternd.

    Danke für diesen humoristischen Lichtstrahl am grauen Junihimmel von einer, die immer noch auf die Erleuchtung wartet, wann sie bereit ist für eine Liebe, die nicht sein darf! Wahrscheinlich muss ich dafür erst mal mein Leben neu denken und aufpassen, dass ich 1. immer ein Buch zur Hand habe und 2. dass mich keiner mit Worten tötet. Das Leben (Lesen) ist zuweilen hart …

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