Bilder-/Kinderbuch · Literaturblog

Literatur = Integration

lesen, integration, literatur, blog, günter keil Vor ein paar Monaten lebte Aram noch in einem Flüchtlings- lager. Und vor zwei Jahren im Irak. Jetzt hat seine Familie eine Wohnung in München. Und sie lernt fleißig Deutsch.

Warum ich mit Aram auf dem Sofa sitze? Weil ich in den Sommerferien jede Woche eine Stunde mit ihm lese – damit sein Deutsch bis zum Schulbeginn nicht einrostet. Für mich eine wunderbare ehrenamtliche Aufgabe: Mit dazu beizutragen, wie sich Literatur in Integration verwandelt. Das kann ich auch allen AfD- und CSU- Sympathisanten empfehlen: Wenn ihr euch so sehr sorgt, dass Flüchtlinge sich nicht integrieren, dann helft doch einfach mit, dass es gar nicht dazu kommt. Ihr werdet sehen: es macht Spaß.

Und was sind Arams Lieblingsbücher? Alle, in denen Piraten, Autos und Fußball eine Rolle spielen – klingt schon ziemlich deutsch. Oder universell, ganz wie man es nimmt. Zum Vorlesen kam ich übrigens nicht zufällig – schon seit ein paar Jahren bin ich aktiv bei den Lesefüchsen. Dieser gemeinnützige Verein organisiert bundesweit Lesestunden.

Buchbranche · Literaturblog

Damit Blinde mehr lesen können

brailleBlinde? Lesen? Na klar. In Braille-Schrift können Blinde alles lesen – theoretisch zumindest. Denn nur knapp zwei Prozent der jährlichen in Deutschland veröffentlichten Literatur wird blinden oder sehbehinderten Menschen zugänglich gemacht. In Braille-Schrift oder als Hörbuch. Da es jedoch 1,2 Millionen Deutsche gibt, die auf diese speziellen Produktionen angewiesen sind, wurde vor kurzem eine Kampagne gestartet. „Ich kann´s nicht lesen“ heißt sie, und dahinter steckt der Förderverein „Freunde der Deutschen Zentralbücherei für Blinde“. Ziel der neuen Aktion: Über Buchpatenschaften mehr Braille-Bücher zu finanzieren. Und zunächst mal Aufmerksamkeit für das Thema zu schaffen. Eine tolle Kampagne, die ich gerne unterstütze!

http://www.buch-patenschaft.de / http://www.freunde-der-dzb.de 

Literaturblog

Vielen Dank fürs Klicken!

statsTV-Manager blicken gespannt auf die Quoten, Börsenhändler auf die Aktienkurse, Politiker auf die Wahlprognosen, Blogger auf – genau! – die aktuellen Klickzahlen. Meine haben sich prächtig entwickelt, wie man hier links sehen kann. Was mich besonders freut: Im April hat mein Blog ein neues Rekordhoch erreicht: Mehr als 10.000 Mal wurde er in nur einem Monat aufgerufen. Das ist wunderbar! Vielen Dank an alle Literaturfreunde und Blogger-Kollegen, die für diese Zahlen gesorgt haben!

Übrigens: Wer meinen Blog abonniert, muss keine Werbemails fürchten. Es kommen einfach nur die neuen Posts per Mail – in einer Taktung nach Wunsch (sofort, wöchentlich, monatlich). Also: Einfach hier rechts oben die Mailadresse eingeben, und schon zählt Ihr zum Kreis der Follower. Kostenlos, versteht sich.

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Dickens, Dostojewski, Katzenbach

katz„Das einzige, wofür ich mich in der Schule und im Studium wirklich interessierte, war Literatur“ hat mir US-Bestsellerautor John Katzenbach erzählt. Ich moderiere gerade seine große Lesereise quer durch Deutschland (heute Abend in Köln) – und stelle bei jeder Lesung fest, wie sehr Katzenbach von Dickens, Dostojewski & Co. geprägt wurde. Er erinnert sich: „Als ich 17 war, lief ich rum wie die Hauptfigur aus „Schuld und Sühne“: Ein abgerissener, aber auf cool machender Student, lange Haare, dunkler Mantel. Ich stellte mir vor, dass ich unter dem Mantel eine Axt verstecken könnte und malte mir ein Verbrechen aus, das ich begehen könnte.“ Tatsächlich blieb John Katzenbach der Literatur treu, und er wurde zum Glück nicht kriminell. Nach vielen Jahren als Gerichtsreporter in Miami begann er 1983 mit dem Schreiben – soeben ist sein 13. Thriller „Der Psychiater“ (Droemer) erschienen. „Man muss schon einen gewissen Grad von Verrücktheit besitzen, um Autor zu sein“ sagt Katzenbach. Auf unserer Lesung in Hannover zückte er spontan sein Portemonnaie, als wir über Dickens und Dostojewski sprachen, und zog seinen alten Studentenausweis hervor. Ja, lange Haare hatte er damals wirklich. Und er sah tatsächlich ein bisschen aus wie der Student aus „Schuld und Sühne“.

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Vielen Dank an alle Übersetzer!

dankeDa sitzen sie: Im Verborgenen, im Dunkeln, in ihren Arbeitszimmern. Sie schuften, oft unter Zeitdruck, meist nicht besonders gut honoriert. Aber wir brauchen sie. Denn wer will (oder kann) schon alle guten Bücher dieser Welt im Original lesen? Also: Vielen Dank an alle Übersetzer(innen) ins Deutsche! Sie bleiben meist im Hintergrund, werden nur mit einem Halbsatz in fertigen Werken erwähnt und haben doch meist großen Anteil am Erfolg eines Buches. Aus Platzgründen kann ich bei meinen Blog-Rezensionen nicht jeden Übersetzer nennen – aber genau deswegen möchte ich sie diesmal würdigen. Egal, wie sich der Buchmarkt in Zukunft verändert: Ins (hoffentlich gute) Deutsche übertragen werden müssen Romane und Sachbücher immer. Also: Viel Glück und Erfolg allen Übersetzern!

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Warum mich mein Postbote hasst

IFIch möchte es gar nicht wissen: Wie er flucht, ächzt, motzt. Wie er über mich herzieht. Mein Postbote. Denn ich bin sein Alptraum, sein Horror. Für keinen anderen muss er so viel schleppen. Stapelweise neue Bücher bekomme ich schon seit Jahren geschickt. Seitdem ich zusätzlich über Bücher blogge, sind es NOCH mehr geworden. Und seit ich in der Jury für den Stuttgarter Krimipreis 2015 sitze, NOCH mehr. Bald kommt eine weitere Jury hinzu – was dann? Besonders perfide: Ich wohne im 4. Stock. Ohne Aufzug. Da muss der Postbote rauf. Wenn ich ihn freundlich grüße, kneift er die Augen zusammen und grummelt irgendetwas. Oder bilde ich mir das nur ein? Neuerdings legen er und seine Paketdienst-Kollegen die Sendungen einfach mal in unteren Stockwerken ab. Oder kleben einen Abholschein an die Klingel, ohne es bei mir versucht zu haben. Übrigens: Das Foto zeigt den Pre-Messe-Bücherstapel vor meiner Tür, nachdem ich zwei Tage nicht da war.

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Schon wieder: Danke!

stati2Höher, weiter, schneller. Mehr, mehr, mehr. Normalerweise habe ich etwas gegen den Wachstumshype. Wenn´s allerdings um die Klickzahlen meines Blogs geht, freue ich mich über Wachstum. Und wie!

Die kantigen blauen Balken links zeigen: Der vergangene August brachte schon wieder eine Steigerung. Und obwohl ich meinen Blog erst 2013 startete, hat er schon jetzt mehr als 29.000 Besucher. Vielen Dank an alle Leser und Follower! Eure Klicks motivieren mich!