Besondere Buch-Begegnungen

Was für ein Glück! In den vergangenen Wochen hatte ich jede Menge interessanter Moderationen und Interviews. Einer der Höhepunkte: Mein Gespräch mit Schauspieler und Bestsellerautor Joachim Meyerhoff. Im Café des Literaturhauses Berlin (Foto) nahm er sich viel Zeit für mich und sprach über seinen Schlaganfall, den er in seinem neuen Roman „Hamster im hinteren Stromgebiet“ verarbeitet hat. Nachzulesen ist das Interview als großer Kultur-Aufmacher in der aktuellen Ausgabe des Playboy. Nachzuhören sind Ausschnitte unseres Treffens in meiner Literatursendung auf egoFM vom 26.9. – einfach hier klicken.

Zum Livestream in der Lesungsreihe #readntalk traf ich Amelie Fried (Foto unten) und Stefanie Stahl im TV-Studio der Verlagsgruppe Penguin Random House in München. Wir diskutierten über „Die Spur des Schweigens“ und „Jeder ist beziehungsfähig“, und zahlreiche Buchhandlungen in ganz Deutschland waren mit ihren Kunden live mit dabei. Auch auf youtube und Litlounge.tv. Am 21. Oktober moderiere ich in dieser Reihe die Autorin Lena Kiefer, am 11. November Alex Beer.Nächste Woche wartet eine ganz besondere Aufgabe auf mich: Im Literaturhaus München präsentiere ich einen Abend mit der Weltklasse-Tennisspielerin Andrea Petkovich. Sie hat soeben einen Erzählband bei Kiepenheuer & Witsch veröffentlicht: „Zwischen Ruhm und Ehre liegt die Nacht“. Und beim Hugendubel-Onlinefestival „Bookstock“ moderiere ich am 23. Oktober einen Abend mit dem britischen Autor Ben Aaronovitch (Peter-Grant-Reihe bei dtv) – auf all diese besonderen Begegnungen freue ich mich schon!

Ach ja, fast vergessen: Für das Literaturhaus Herne/Ruhr habe ich ein kleines Video mit zwei Buchtipps aufgezeichnet. Mehr hier. 

Autor*innen aus dem hohen Norden

Schon erstaunlich, dass Krimis & Thriller aus dem hohen Norden noch immer Konjunktur haben. Und dass die Autor*innen dieser oft brutale Verbrechen thematisierenden Bücher meist sehr angenehme, ruhige Zeitgenoss*innen sind. Mit zwei sympathischen Nordlichtern stand ich vor kurzem auf der Bühne:

Die Isländerin Yrsa Sigurðardóttir erzählte mir bei den Stuttgarter Buchwochen und beim Krimifestival München, warum sie in ihrem aktuellen Thriller „R.I.P.“ (btb) über Mobbing schreibt. Sigurðardóttir meint: Wer Kinder hat, die andere Kinder mobben, muss stärker zur Verantwortung gezogen werden. In Island hat Mobbing über Social Media – wie überall auf der Welt – deutlich zugenommen, und Sigurðardóttir beobachtet mit Sorge, dass die Täter*innen immer brutaler vorgehen.

Stefan Ahnhem, Schwede und Vater von vier Kindern, beschreibt in „10 Stunden tot“ (Ullstein) einen Würfelmörder, der seine Opfer willkürlich über Zahlen auswählt. Ich moderierte Ahnhems Lesung beim Krimifestival in Erfurt in der Buchhandlung Peterknecht. Mit an unserer Seite: Schauspieler Wolfram Koch, bekannt als Tatort-Kommissar Paul Brix aus Frankfurt. Ahnhem und Koch stellten auf der Bühne eine lustige Parallele fest: Auch Koch hat vier Kinder – beim Essen nach der Veranstaltung tauschten die beiden noch vergnügt Erziehungstipps aus. Von Morden sprach niemand mehr…

Warum Krimistars nach Österreich pilgern

Vor kurzem moderierte ich eine Woche lang in Österreich – die Alpenrepublik veranstaltet immer mehr Krimifestivals, und immer mehr internationale Bestsellerautoren folgen dem Ruf. In fünf Tagen saß ich mehr als 20 Stunden im Zug durch das eigentlich doch eher kleine Land. Aber das Reisen lohnte sich, auch wegen der teils spektakulären Landschaft.

Antreiber ist das Krimifest Tirol, das vor zwei Jahren auf Initiative von Autor Bernhard Aichner und Verleger Markus Hatzer in Innsbruck startete. Das Programm wurde inzwischen kräftig ausgeweitet. Ich moderierte dort Lesungen mit Charlotte Link (Foto oben), Arne Dahl (unten rechts) und Katrine Engberg.

Und so ganz nebenbei traf ich die österreichischen Krimistars Ursula Poznanski, Alex Beer, Thomas Raab und, natürlich, Bernhard Aichner.

In Wien hatte ich die Ehre, Simon Beckett (unten links) auf der Bühne zu unterstützen – Thalia war hier der Veranstalter, und 400 Zuschauer im Village Cinema feierten den britischen Autor. Ich komme gerne wieder!

 

Ich freue mich schon…

…ganz besonders auf zwei Moderationen im Juni:

Am Mittwoch, 19.6., präsentiere ich mit Karla Paul unsere Literaturshow im Hugendubel am Stachus in München. Mit 18 neuen Büchern, einem spannenden Battle, witzigen Spielen und zwei Stargästen: Der Autorin mit drei Pseudonymen, Anne Sanders alias Lea Coplin alias Alexandra Pilz (Foto links). Und mit dem Autor, Musiker und Lektor Harry Kämmerer. Tickets gibt´s hier.

Eine Woche später habe ich die Ehre, Friedrich Ani (Foto rechts) im Literaturhaus München zu moderieren. Einer meiner absoluten Lieblingsautoren, der bald seinen neuen Roman „All die unbewohnten Zimmer“ (Suhrkamp) veröffentlicht, eine herausragende Geschichte um vier Kommissare und zwei Verbrechen. Tickets für diesen spannenden Abend hier. 

Ich freue mich, wenn Ihr Zeit und Lust darauf habt!

200 Kinder, ein Abenteuer und jede Menge gute Laune

Sie hörten gebannt zu und stellten jede Menge Fragen. 200 Kinder waren live dabei, als ich vergangene Woche eine Veranstaltung mit Kinderbuchautor THiLO (links) und Illustrator Timo Grubing (unten) moderierte. Da alles gestreamt wurde, guckten weitere Tausend online zu.

Eingeladen hatte die Verlagsgruppe Random House, Anlass war die Buchhandelsaktion „Ich schenk dir eine Geschichte“, unterstützt von der Stiftung Lesen. Von dem Buchgeschenk „Der geheime Kontinent“, einem fantasievollen Abenteuer, waren die jungen Leser sehr angetan. Und von THiLO und Timo natürlich auch.

Mir zeigte die lustige Lesung mal wieder, dass Kinder durchaus für Bücher zu begeistern sind. Trotz Computerspielen, Tablets und Smartphones. Ein Video der Veranstaltung gibt es hier auf Litlounge.TV.

Unsere neue Literaturshow – live in Hamburg und Köln

Literatur live, geht das bitteschön auch mal anders? Unterhaltsam, ohne flach zu sein? Kompetent, ohne abgehoben zu wirken? Abwechslungsreich, ohne oberflächlich rüberzukommen?

Na klar. Das geht. Deutschlands erfolgreichste Literaturbloggerin Karla Paul und ich haben ein Konzept geschrieben, es Literaturfestivals angeboten – und stehen bald in Hamburg und Köln auf der Bühne. Mit unserer eigenen Literaturshow. Mit prominenten Gästen wie Melanie Raabe & Linus Genschke (Köln) sowie Anne Siegel & Till Raether (Hamburg). Mit einem spannenden, witzigen Wettbewerb um die besten neuen Bücher. Mit einem Literaturabend, den es so noch nicht gab. Denn wir glauben, dass das Publikum nicht nur klassische Lesungen mag, sondern offen für Neues ist – genau das braucht die Literatur, um zu überleben.

Karla und ich werden live diskutieren, lachen und schwärmen. Mit unserem Publikum das Wunder des Lesens erkunden, hinter die Kulissen der Buchbranche blicken, Überraschungen liefern und von unseren Jobs erzählen. Wir freuen uns, wenn auch Ihr mit dabei seid! Noch gibt es Tickets

Die Termine: 19. September beim Harbourfront Literaturfestival Hamburg / 2. Oktober bei der Crime Cologne in Köln

Vorfreude auf meinen Literaturherbst

Wer denkt schon mitten im Sommer an den Herbst? Ich. Das gebe ich ganz offen zu. Denn zurzeit laufen die Planungen für den Literatur-Herbst auf Hochtouren.

Schon jetzt steht fest, dass ich etwa am 6. November in München die Premierenlesung für Charlotte Links neuen Roman „Die Suche“ moderieren werde (Foto links). Außerdem gehe ich mit Arne Dahl auf Lesereise (u.a. am 12.10. bei der Crime Cologne, 17.10. in Erfurt und 18.10. in München). „Downton Abbey“-Autorin Jessica Fellowes treffe ich am 18. September auf Schloss Hamm, US-Autor Tom Rachman am 21.9. im Literaturhaus München.

Damit nicht genug. Bei Europas größtem Krimifestival Mord am Hellweg moderiere ich Veranstaltungen mit der irischen Thrillerautorin Olivia Kiernan (26.9.), dem Griechen Petros Markaris (28.10., Foto rechts), dem schwedischen Duo Hjorth & Rosenfeldt (8.11.) und Simon Beckett mit Schauspieler Joe Bausch (20.11.).

Weitere Termine folgen… Ich freue mich schon drauf!

Literatur = Unterhaltung, Bildung, Spannung

Was für ein Anblick! Vor kurzem moderierte ich in einem der schönsten Räume, die es für eine Lesung geben kann: der historischen Juristischen Bibliothek im Rathaus München. 1906 prunkvoll gestaltet, zehn Meter hoch, mit vergoldeten schmiedeeisernen Wendeltreppen. Im floralen Münchner Jugendstil. Ein Traum!

In diesem edlen Ambiente las Wolfram Fleischhauer aus seinem neuen Umwelt-Thriller „Das Meer“ (Droemer) – ein packender Roman über illegale Fischerei, die machtlosen EU-Behörden und eine Aktivistengruppe, die der Fischereimafia mit einer riskanten Aktion das Handwerk legen will. Beeindruckend ist dabei, wie Fleischhauer jede Menge Fachinformationen in seinen Plot packt, ohne zu langweilen. Das liegt an seinem Konzept und seiner Grundüberzeugung, wie er mir sagte:

Literatur sollte alle Aspekte verbinden: Sach- und Fachinformationen, Unterhaltung und Spannung. Im Idealfall lernt man etwas dabei und wird für ein brisantes Thema sensibilisiert. Mir war es wichtig, über die skandalösen Vorgänge auf den Meeren zu berichten, und ich freue mich über jeden Leser, der auf diese Weise etwas Neues erfährt und sich daraufhin vielleicht sogar engagiert.“

(Fotos: Krimifestival München)

On stage mit Stars

Jojo Moyes, Oliver Bottini, Nicole Krauss, Nicola Förg, Jens Henrik Jensen, Iny Lorentz… In den vergangenen Wochen stand ich wieder mit zahlreichen Bestsellerautoren auf der Bühne.

Die größte Halle füllte Jojo Moyes (links) – vor 600 Zuschauern im Kupfersaal Leipzig versicherte mir die Britin, dass sie immer auf dem Boden bleiben würde, trotz 31 Millionen verkaufter Bücher weltweit. Der Grund: „Ich hatte so viele Flops mit meinen früheren Romanen, das hat mich dankbar und realistisch gemacht.“

Große Ehre. Beim Stuttgarter Krimipreis, bei dem ich in der Jury bin, hielt ich die Laudatio auf Oliver Bottini und seinen aktuellen Roman „Der Tod in den stillen Winkeln des Lebens“. Sein Krimi ist lehrreich, ohne belehrend zu sein, politisch ohne Propaganda zu verbreiten, spannend, ohne übermäßig zu dramatisieren. Nach der Verleihung plauderte ich mit Oliver Bottini, der ebenfalls ausgezeichneten Simone Buchholz und Wolfgang Schorlau. Ein Sofa-Gespräch auf höchstem Krimi-Niveau (Foto rechts).

Nicole Krauss („Waldes Dunkel“) kam aus Brooklyn und erzählte mir im Literaturhaus München, dass Literatur für sie eine Einladung an Leser sei, sich neuen Welten und Perspektiven zu öffnen: „Lesen und Schreiben erweitern den Horizont. Wir lernen in diesen Parallelwelten, uns selbst in einer anderen Sphäre zu erleben und uns besser kennenzulernen. Das hat eine spirituelle Dimension für mich. Fiktion und Fantasie sind mindestens so wichtig wie die Realität!“ Auf dem Foto links: Krauss mit Schauspielerin Sunnyi Melles, die deutsche Passagen aus „Waldes Dunkel“ las.

Auf Lesereise mit Ken Follett

Vier Tage, vier Städte, zwei Länder. Hamburg, Berlin, München, Wien.

Letzte Woche war ich unterwegs mit Ken Follett. Mr. 160-Millionen-Weltauflage. Follett und sein Team (seine Ehefrau Barbara und zwei Assistenten) wollten diesmal alles ganz anders: keine Moderatoren und keine Schauspieler auf der Bühne, sondern nur den Autor selbst. Und ein moderativ-zusammenfassender Übersetzer in der ersten Reihe – meine Wenigkeit.

Ein völlig neues Lesungskonzept also, und entsprechend gespannt waren alle Beteiligten. Würde es inhaltlich klappen? Technisch? Menschlich?

Es klappte. Sehr gut sogar. Zunächst lief ein 14-minütiges Making-Of des neuen Follett-Bestsellers „Das Fundament der Ewigkeit“ (Lübbe). Darin sah man den 68-jährigen bei der Recherche in London, Paris, Sevilla, Orleans und Amsterdam. Anschließend betrat Follett die Bühne, erzählte aus seiner Kindheit, von Shakespeare und Ian Fleming, von seiner Faszination für historische Stoffe. Ich hielt Augenkontakt zu ihm, wir verständigten uns mit einem Nicken oder Zwinkern, kurze Übersetzung, wieder Englisch, ein fließender Übergang. Höchste Konzentration. Spannend. Präzise. 

Nach etwa 15 Minuten bat Follett sein Publikum, Fragen zu stellen – direkt. Und das taten seine Fans dann auch. Ein munterer Dialog entstand, in den ich wieder als Übersetzer eingebunden wurde. Nach einer guten Stunde war Schluss, zumindest für mich. Ken Follett signierte noch bis zu zwei Stunden lang. Während ich mich freute, ein Teil dieses höchst professionellen, britisch-höflichen Teams gewesen zu sein.