22 Lieblingsbücher für unser Publikum

Bücherfrühling live! Ja, so sah das aus vor ein paar Tagen, als ich nach sechs Stunden Bahnfahrt im Ruhrgebiet ausstieg und im Literaturhaus Herne/Ruhr tatsächlich ein Saal voller literaturbegeisterter Zuschauer*innen auf Verena Geiger und mich wartete. Gemeinsam präsentierten wir unsere aktuellen 22 Lieblingsbücher, darunter Lucy Fricke, Julia May Jonas, Abdulrazak Gurnah, Kristine Bilkau, Tash Aw, Sibylle Berg, Laurent Petitmangin, Verena Rossbacher und Joachim B. Schmidt .

Hach, es hätte noch ewig weitergehen können! Nach knapp zwei Stunden kaufte unser tolles Publikum den Büchertisch fast leer und wir diskutierten noch lange über unsere Branche und die wichtigsten Neuerscheinungen. Vielen lieben Dank an das großartige Literaturhaus-Team und meine wunderbare Bühnenpartnerin Verena, die auch sonst im Literaturhaus moderiert und fürs Programm verantwortlich ist. Nach dem Erfolg des Abends steht fest: Es wird eine Neuauflage geben…

(Fotos: Claudia Korbik)

Mein persönlicher Rückblick auf 2021

Wie war es denn, dieses 2021? Gut, schlecht oder einfach nur anders?

Es war – einerseits – ein erfüllendes und erfolgreiches Jahr, in dem ich mit einigen meiner Lieblingsautor*innen auf der Bühne oder im virtuellen Raum stand (Friedrich Ani, Judith Hermann, Jonathan Doerr, T.C. Boyle, Val McDermid, Harald Lesch, Timur Vermes, Douglas Stuart…). Ich moderierte spannende Veranstaltungen mit Reinhold Messner und Peter Wohlleben, mit Ken Follett sowie den Jugendbuchautor*innen Karen M. McManus und Jonathan Stroud. Es gab wunderbare Festivals wie den CRIME DAY und die LIT.LOVE, bei denen ich mit Charlotte Link, Alex Beer, Maria Nikolai und Lucy Astner diskutierte. Zudem trat ich dort live mit Karla Paul in der Show-Version unseres Podcasts LONG STORY SHORT auf (und es gab jede Menge neuer Folgen online). Außerdem gestaltete und moderierte ich alle zwei Wochen meine Literatursendung „Die egoFM Buchhaltung“ – immer eine große Freude. Ein VG WORT Stipendium bekam ich auch noch, und ich durfte viele großartige Romane rezensieren. Was will ich mehr?

Nun… Andererseits kam 2021 noch etwas anderes, völlig Überraschendes, im wahrsten Sinne Schmerzhaftes, hinzu. Ende Oktober stürzte ich beim Moderieren von einer viel zu kleinen Bühne in Frankfurt und brach mir alles, was man sich im Unterarm brechen kann. Elle, Speiche, Membran, Teile des Handgelenks und Ellenbogens. 13 Tage Unfallklinik, vier OPs, viele dunkle Stunden, mein rechter Arm für zwei Monate fast völlig lahmgelegt. Noch immer kann ich ihn nur eingeschränkt bewegen, bis weit ins Frühjahr werde ich Physiotherapie brauchen, viele Aufträge musste ich absagen. Und dennoch: Ich hatte Glück im Unglück, tolle Ärzte und Ärztinnen, Krankenschwestern und Physiotherapeutinnen. Es macht mich dankbar und demütig, mal aus der Perspektive eines Patienten auf die Welt zu schauen. So wird mir noch klarer, was ich in Zukunft will (außer einen geheilten Arm).

Ich wünsche Euch jedenfalls ein gesundes 2022!

Wir sehen und hören uns: Am 22. Januar startet die „egoFM Buchhaltung“, Anfang Februar LONG STORY SHORT. Und jede Menge Moderationen warten auf mich: Mit Arne Dahl, Ingrid Noll… Mehr ab Mitte Januar auf Instagram und Facebook, wenn ich aus meiner Social Media Winterpause zurück bin.

Die Literatur ist zurück im Leben!

Endlich wieder: Echte Bühnen, echte Zuschauer, echter Applaus. Und so viele gute neue Bücher auf einmal wie schon lange nicht mehr. Ja, ich liebe diesen Literaturherbst schon jetzt. In den vergangenen Wochen moderierte ich unter anderem eine Lesung mit dem schottisch-amerikanischen Schriftsteller Douglas Stuart („Shuggie Bain“) im Literaturhaus München (siehe Foto) und das 25-Jahre-Jubiläum des Malik-Verlags mit Reinhold Messner, Lotta Lubkoll und Stephan Orth. In den nächsten Tagen stehe ich mit Judith Hermann und Alice Brauner auf der Bühne, und am 14. Oktober präsentiere ich im Amerikahaus München den neuen brillanten Roman von Anthony Doerr, „Wolkenkuckucksland“ (C.H. Beck). Ach ja, und die Buchmesse rückt auch näher. Allesamt Termine, auf die ich mich sehr freue.

Dazu kommen neue Ausgaben meiner „egoFM Buchhaltung“, in der ich z.B. den Stephen-King-Übersetzer Bernhard Kleinschmidt zu Gast hatte und die neuen Romane von Jenny Erpenbeck, Benjamin Myers, Kira Jarmysch und Frank Göre lobte. In der nächsten Sendung am kommenden Samstag, 9. Oktober, erzählt Douglas Stuart mehr über seine Geburtsstadt Glasgow; zudem gibt´s ein Special über die Hotlist, den wichtigsten Literaturpreis für unabhängige Verlage. Alle Folgen der „egoFM Buchhaltung“ könnt Ihr hier ohne Musik nachhören. Mit Kinderbuchautor Thomas Winkler und Illustrator Daniel Stieglitz hatte ich übrigens auch vor kurzem eine Moderation – die Präsentation ihres neuen Werkes „Luis und Lena – Der Zwerg des Zorns“ (cbj).

Auch im Podcast „Long Story Short”, den ich mit Karla Paul konzipiere und moderiere, tut sich einiges. Ab Dienstag ist unsere Nachhaltigkeitsfolge online, in der wir sechs neue Bücher zum vielleicht wichtigsten Thema unserer Zeit vorstellen. In vier Wochen läuft außerdem unser Bestseller-Special, für das ich Marc Elsberg zur Jubiläumsausgabe seines Klassikers „Blackout“ (Blanvalet) interviewt habe. Und schon jetzt prüfen Karla und ich Bücher für unsere Weihnachtsfolge, in der wir traditionell zehn Bücher empfehlen – aber bis zu den Aufnahmen haben wir noch zwei Monate Zeit, zum Glück. Die Entscheidung, welche Romane und Kurzgeschichten ich wann, wie und wo rezensiere, fällt mir in diesem Herbst wirklich schwer – in meinem Büro stapeln sich großartige Neuerscheinungen, die offenbar jetzt geballt erscheinen, nachdem viele Titel im vergangenen Jahr geschoben wurden. Ich wünsche auch Euch einen anregenden, erfüllenden Literaturherbst!

Nach der Sommerpause…

Sommerpause? Wie bitte? Eine richtige Pause war das sowieso nicht. Es gab nur für ein paar Wochen keine neuen Folgen des Podcasts LONG STORY SHORT und keine neuen Ausgaben der „egoFM Buchhaltung“. Gelesen und recherchiert habe ich allerdings noch mehr als sonst, und, wichtig: viele neue Ideen gesammelt für den Herbst.

Schließlich stehen tolle Veranstaltungen an – ich moderiere Lesungen und Talks mit Judith Hermann, Anthony Doerr, Douglas Stuart, Michael Thode, Jonathan Strout, Karen McManus, Alice Brauner und anderen. Im September moderiere ich zudem einen Abend zum 25. Jubiläum des Mailk-Verlages und im Literaturhaus Herne/Ruhr werde ich im Oktober meine Lieblingsbücher des Herbstes vorstellen. Vorausgesetzt, Corona macht uns nicht zum gefühlt hunderten Mal einen Strich durch die Rechnung.

Ganz aktuell ist eine neue Folge LONG STORY SHORT online auf allen Plattformen. Karla Paul und ich stellen darin unter anderem „Sein Name war Annabel“ von Kathleen Winter und „Das Adressbuch der Dora Maar“ von Brigitte Benkemoun vor (beide btb Verlag). Um unseren Podcast fit für die Zukunft zu machen und Eure Wünsche umzusetzen, haben wir gemeinsam mit Penguin Random House eine kurze Umfrage erstellt – wir freuen uns, wenn Ihr mitmacht! Einfach hier klicken.

Vor ein paar Tagen saß ich bei einer der international erfolgreichsten Bilderbuch-Illustratorinnen daheim auf dem Sofa:

Binette Schroeder erzählte mir wunderbare Anekdoten über ihre Arbeit und die Erfindung ihrer berühmtesten Figur „Lupinchen“ (Nord-Süd Verlag). Dazu gab es Tee und Zwetschgendatschi, serviert von Schroeders Mann Peter Nickl. Aus dem Gespräch bastle ich nun ein großes Interview für das Magazin MÜNCHNER FEUILLETON. Im September erscheint übrigens Binette Schroeders neues Buch „Herr Grau & Frieda Fröhlich“.

Endlich wieder Festival- und Messeatmosphäre!

Endlich mal wieder in einem Raum mit realen, tatsächlich anwesenden Autor*innen und Kolleg*innen! Endlich mal wieder ein kleines bisschen Festival- und Messeatmosphäre! Ja, es tat so gut…

Am vergangenen Wochenende moderierte ich beim digitalen CRIME DAY in Hamburg Gespräche mit Charlotte Link,  Alex Beer und Bernhard Aichner, und die LONG STORY SHORT Show mit Karla Paul. Unter strengen Hygienevorschriften, versteht sich: Wir alle mussten uns täglich testen lassen, Abstand halten und (bis auf der Bühne) Maske tragen.

Der Aufwand hat sich gelohnt: Dadurch, dass wir uns tatsächlich in die Augen sehen sowie Mimik und Gestik wie vor Corona wahrnehmen konnten, entstand eine viel authentischere Stimmung. Und Spannung, nicht nur wegen der CRIME DAY Inhalte. Eine wunderbare Abwechslung zu den Stream-Moderationen vor Laptop oder Smartphone, die ab jetzt wieder mein Alltag sind. Gestern z.B. moderierte ich eine Lesung mit der Autorin und Psychotherapeutin Heike Duken (Roman „Denn Familie sind wir trotzdem“ – das Video findet Ihr auf Youtube und litlounge.tv).

Ich blicke also sehr gerne zurück auf die anregenden Moderationen in Hamburg. Und ich blicke nach vorne: Spätestens im Sommer wird es wieder Lesungen mit Publikum geben. Schon jetzt sollten mehr Pilotprojekte wie in Tübingen oder Berlin starten, in denen Kultur und Gastronomie mit Schnelltests und Hygienemaßnahmen öffnen. Denn aus diesen Studien lassen sich wertvolle Informationen gewinnen, ob und wie sichere Freizeitaktivitäten möglich sind.

Lesungen? Ja, es gibt sie noch. Nur anders…

Noch immer weiß niemand, wann es wieder „echte“ Lesungen gibt, vollgepackte Säle, spontanen Applaus, Funken, die überspringen, erfüllende Begegnungen, leergekaufte Büchertische. Ich vermisse all das sehr.

Was dagegen stattfindet, mehr denn je: Gestreamte Lesungen. Sie sind kein Ausgleich und kein vollständiger Ersatz für die physischen Veranstaltungen, aber sie machen trotzdem Spaß, bringen neue Bücher und Autor*innen ihrem Publikum näher und lassen uns ahnen, wie es wird, wenn wir uns endlich wieder tatsächlich begegnen.

Für mich war es jedenfalls schon eine wunderbare Abwechslung, mal wieder im Literaturhaus München zu moderieren (siehe Fotos) – wenngleich mein Gesprächsprater, Autor & Musiker Johann Scheerer, nur aus Hamburg zugeschaltet wurde. Trotzdem wurde es ein toller Abend!

In den nächsten Tagen sende ich wieder von Zuhause aus, mit folgenden Livestreams:

Dienstag: Talk mit TV-Moderatorin Tamina Kallert über ihr neues Taschenbuch „Mit kleinem Gepäck“ (Heyne) auf www.litlounge.tv, Taminas Facebook-Seite und Youtube. Ab 19 Uhr.

Mittwoch: Talk mit Maria Nikolai über ihre Schokoladenvilla-Trilogie (Penguin) in der #readntalk-Talk-Reihe auf Youtube und www.litlounge.tv. Ab 19 Uhr.

Donnerstag: Im Rahmen des „Nordische Morde“ Online-Festivals spreche ich mit den schwedischen Thriller-Autor*innen Tina Frennstedt und Gustav Sköderman (beide Lübbe). Ab 19:30 Uhr.

Freitag: Auf dem Youtube-Hugendubel-Account begrüße ich meinen literarischen Helden T.C. Boyle zum Talk und Q&A zu seinem neuen Roman „Sprich mit mir“. Ab 20 Uhr.

Ich freue mich, wenn Ihr reinschaut! Bei allen Streams könnt Ihr direkt Fragen an die Autor*innen stellen – wenigstens ein Vorteil gegenüber traditionellen Lesungen, in denen dafür meistens kaum Platz ist.

Über die Parallelen zwischen Schreiben und Tennisspielen

Was für ein Glück: Kurz vor dem erneuten Kultur-Lockdown moderierte ich im Literaturhaus München die Lesung mit Andrea Petković (Foto: Backstage mit Marion Bösker-Pausker). Die ehemalige Weltklasse-Tennisspielerin erzählte mir von ihrem Buch „Zwischen Ruhm und Ehre liegt die Nacht“ (Kiepenheuer & Witsch), in dem sie mit Selbstironie und Augenzwinkern über ihre Karriere, ihre Kindheit zwischen zwei Welten, über Rivalität und Ehrgeiz sowie ihre Liebe zur Literatur schreibt. Eine ihrer Erkenntnisse: Beim Schreiben fühlt sie sich genauso allein wie bei einem Match auf dem Tennisplatz. 

Petković, Tochter einer Bosnierin und eines Serben, zog mit ihren Eltern nach Deutschland, als sie vier Jahre alt war. Schon bald wollte sie vor allem eines: Raus aus der kleinen Welt ihrer Eltern. Eine Tenniskarriere schien ihr der beste Weg, das Ticket zu Ruhm und Ehre. Und so kam es auch. Doch die 33-jährige hat zum Glück keine 08/15-Erfolgsbiografie geschrieben, sondern eine kluge, vielschichtige Sammlung kurzer Geschichten. In diesen erzählt sie auch von David Foster Wallace und Philip Roth, die sie mit ihren fiktiven Tennisszenen beeindruckt haben. Und von Jonathan Franzen, nach dessen Lesung sie ihn um ein Autogramm bat.

Bei ihrer eigenen Lesung erlebte ich Andrea Petković als schlagfertige, bodenständige und sympathische Gesprächspartnerin. Ich bin mir sicher: Wir werden noch mehr von ihr lesen. Guckt bei Gelegenheit auch mal auf Andreas Instagram-Account: Dort plaudert sie z.B. mit Sibylle Berg – ein sehr spannendes Gespräch.

Übrigens: Am 14. November wird Andrea Petković in meiner Literatursendung bei egoFM zu hören sein. Zur Show hier. 

Besondere Buch-Begegnungen

Was für ein Glück! In den vergangenen Wochen hatte ich jede Menge interessanter Moderationen und Interviews. Einer der Höhepunkte: Mein Gespräch mit Schauspieler und Bestsellerautor Joachim Meyerhoff. Im Café des Literaturhauses Berlin (Foto) nahm er sich viel Zeit für mich und sprach über seinen Schlaganfall, den er in seinem neuen Roman „Hamster im hinteren Stromgebiet“ verarbeitet hat. Nachzulesen ist das Interview als großer Kultur-Aufmacher in der aktuellen Ausgabe des Playboy. Nachzuhören sind Ausschnitte unseres Treffens in meiner Literatursendung auf egoFM vom 26.9. – einfach hier klicken.

Zum Livestream in der Lesungsreihe #readntalk traf ich Amelie Fried (Foto unten) und Stefanie Stahl im TV-Studio der Verlagsgruppe Penguin Random House in München. Wir diskutierten über „Die Spur des Schweigens“ und „Jeder ist beziehungsfähig“, und zahlreiche Buchhandlungen in ganz Deutschland waren mit ihren Kunden live mit dabei. Auch auf youtube und Litlounge.tv. Am 21. Oktober moderiere ich in dieser Reihe die Autorin Lena Kiefer, am 11. November Alex Beer.Nächste Woche wartet eine ganz besondere Aufgabe auf mich: Im Literaturhaus München präsentiere ich einen Abend mit der Weltklasse-Tennisspielerin Andrea Petkovich. Sie hat soeben einen Erzählband bei Kiepenheuer & Witsch veröffentlicht: „Zwischen Ruhm und Ehre liegt die Nacht“. Und beim Hugendubel-Onlinefestival „Bookstock“ moderiere ich am 23. Oktober einen Abend mit dem britischen Autor Ben Aaronovitch (Peter-Grant-Reihe bei dtv) – auf all diese besonderen Begegnungen freue ich mich schon!

Ach ja, fast vergessen: Für das Literaturhaus Herne/Ruhr habe ich ein kleines Video mit zwei Buchtipps aufgezeichnet. Mehr hier. 

Autor*innen aus dem hohen Norden

Schon erstaunlich, dass Krimis & Thriller aus dem hohen Norden noch immer Konjunktur haben. Und dass die Autor*innen dieser oft brutale Verbrechen thematisierenden Bücher meist sehr angenehme, ruhige Zeitgenoss*innen sind. Mit zwei sympathischen Nordlichtern stand ich vor kurzem auf der Bühne:

Die Isländerin Yrsa Sigurðardóttir erzählte mir bei den Stuttgarter Buchwochen und beim Krimifestival München, warum sie in ihrem aktuellen Thriller „R.I.P.“ (btb) über Mobbing schreibt. Sigurðardóttir meint: Wer Kinder hat, die andere Kinder mobben, muss stärker zur Verantwortung gezogen werden. In Island hat Mobbing über Social Media – wie überall auf der Welt – deutlich zugenommen, und Sigurðardóttir beobachtet mit Sorge, dass die Täter*innen immer brutaler vorgehen.

Stefan Ahnhem, Schwede und Vater von vier Kindern, beschreibt in „10 Stunden tot“ (Ullstein) einen Würfelmörder, der seine Opfer willkürlich über Zahlen auswählt. Ich moderierte Ahnhems Lesung beim Krimifestival in Erfurt in der Buchhandlung Peterknecht. Mit an unserer Seite: Schauspieler Wolfram Koch, bekannt als Tatort-Kommissar Paul Brix aus Frankfurt. Ahnhem und Koch stellten auf der Bühne eine lustige Parallele fest: Auch Koch hat vier Kinder – beim Essen nach der Veranstaltung tauschten die beiden noch vergnügt Erziehungstipps aus. Von Morden sprach niemand mehr…

Warum Krimistars nach Österreich pilgern

Vor kurzem moderierte ich eine Woche lang in Österreich – die Alpenrepublik veranstaltet immer mehr Krimifestivals, und immer mehr internationale Bestsellerautoren folgen dem Ruf. In fünf Tagen saß ich mehr als 20 Stunden im Zug durch das eigentlich doch eher kleine Land. Aber das Reisen lohnte sich, auch wegen der teils spektakulären Landschaft.

Antreiber ist das Krimifest Tirol, das vor zwei Jahren auf Initiative von Autor Bernhard Aichner und Verleger Markus Hatzer in Innsbruck startete. Das Programm wurde inzwischen kräftig ausgeweitet. Ich moderierte dort Lesungen mit Charlotte Link (Foto oben), Arne Dahl (unten rechts) und Katrine Engberg.

Und so ganz nebenbei traf ich die österreichischen Krimistars Ursula Poznanski, Alex Beer, Thomas Raab und, natürlich, Bernhard Aichner.

In Wien hatte ich die Ehre, Simon Beckett (unten links) auf der Bühne zu unterstützen – Thalia war hier der Veranstalter, und 400 Zuschauer im Village Cinema feierten den britischen Autor. Ich komme gerne wieder!