Endlich wieder Festival- und Messeatmosphäre!

Endlich mal wieder in einem Raum mit realen, tatsächlich anwesenden Autor*innen und Kolleg*innen! Endlich mal wieder ein kleines bisschen Festival- und Messeatmosphäre! Ja, es tat so gut…

Am vergangenen Wochenende moderierte ich beim digitalen CRIME DAY in Hamburg Gespräche mit Charlotte Link,  Alex Beer und Bernhard Aichner, und die LONG STORY SHORT Show mit Karla Paul. Unter strengen Hygienevorschriften, versteht sich: Wir alle mussten uns täglich testen lassen, Abstand halten und (bis auf der Bühne) Maske tragen.

Der Aufwand hat sich gelohnt: Dadurch, dass wir uns tatsächlich in die Augen sehen sowie Mimik und Gestik wie vor Corona wahrnehmen konnten, entstand eine viel authentischere Stimmung. Und Spannung, nicht nur wegen der CRIME DAY Inhalte. Eine wunderbare Abwechslung zu den Stream-Moderationen vor Laptop oder Smartphone, die ab jetzt wieder mein Alltag sind. Gestern z.B. moderierte ich eine Lesung mit der Autorin und Psychotherapeutin Heike Duken (Roman „Denn Familie sind wir trotzdem“ – das Video findet Ihr auf Youtube und litlounge.tv).

Ich blicke also sehr gerne zurück auf die anregenden Moderationen in Hamburg. Und ich blicke nach vorne: Spätestens im Sommer wird es wieder Lesungen mit Publikum geben. Schon jetzt sollten mehr Pilotprojekte wie in Tübingen oder Berlin starten, in denen Kultur und Gastronomie mit Schnelltests und Hygienemaßnahmen öffnen. Denn aus diesen Studien lassen sich wertvolle Informationen gewinnen, ob und wie sichere Freizeitaktivitäten möglich sind.

Warum ich keine Bücher verreiße

Ich habe keine Lust auf Verrisse. Auf die akribische Suche nach Schwächen und Fehlern, auf eitle Belehrungen und verletzende Schmähungen.

Wozu sollte das auch gut sein? Wem hilft es, wenn Literaturkritiker*innen den Platz, der ihnen in Medien zur Verfügung steht, für Bücher nutzen, von denen sie abraten? Klar: Wenn selbstgefällige Rezensenten ein vernichtendes Urteil fällen, gibt es Schlagzeilen, Klicks und mediales Echo. Aber: Wäre es nicht viel besser, konstruktive Kritik zu üben? Begründete Empfehlungen zu geben? Zum Kauf guter Bücher anzuregen statt vom Erwerb schlechter Literatur abzuraten?

Literaturkritik ist ein komplexes, widersprüchliches Thema. Sie schwebt irgendwo zwischen Journalismus und Literaturwissenschaft, zwischen Lesebegeisterung und Prüfmechanismen. Rezensionen sind so vielfältig wie ihre Verfasser*innen, und die Bandbreite von Literaturkritik ist enorm – sie wird seit Jahren immer größer. Ihr Spektrum reicht von digitalen Buchplattform-Kommentaren, Leserkreis-Tipps und Regionalzeitungs-Buchbesprechungen, über Blogs und Vlogs, bis zur literaturgeschichtlich eingeordneten Feuilletonkritik in Qualitätsmedien.

Diese Vielfalt ist wichtig. Und es lohnt sich, den riesigen Raum zwischen Lob und Tadel, Demütigung und Glorifizierung, Empfehlung und Analyse zu untersuchen. Was passiert dort? Warum begeistern sich die einen für Bücher, während die anderen Werke schmähen? Und was macht mehr Sinn?

Beginnen wir damit, was für mich „gute“ Literatur ist. Bei meinen Rezensionen lege ich ganz bewusst den Bewertungsfokus auf den unmittelbaren Effekt von Romanen. Denn sie sollten Reaktionen auslösen: Freude, Empathie, Spaß, Überraschung, Bestätigung, Trauer, Wut, Fassungslosigkeit. Bloß nicht: Gleichgültigkeit und Langweile. In der Folge passiert dies: Gute Bücher wecken Interesse und schaffen Verständnis für die Situation anderer Menschen. Sie irritieren, verstören, kurz: sie berühren die Seele. Sie unterhalten nicht nur, sondern regen indirekt an, über sich und die Welt nachzudenken. Wenn wir beim Lesen etwas über andere Lebenswelten (oder uns selbst) lernen, verstehen wir diese (und uns) besser.

Gleichzeitig dürfen und sollen uns Geschichten aus dem Alltag entführen, geradezu wegbeamen, und wenn sie das können, wenn sie uns vergessen und abschalten lassen, wenn sie zur Erholung und Erfüllung beitragen, dann sind sie gute Geschichten. Davon bin ich überzeugt.

Moment mal! Ruft an dieser Stelle die traditionelle Literaturkritik. Das ist doch eine völlig unqualifizierte, subjektive Wohlfühlperspektive. Wo bleiben die üblichen Kriterien? Die Qualitätsmaßstäbe betreffend Sprache, Aufbau, Originalität und Relevanz?

Keine Sorge. Sie gelten nach wie vor. Und sie sollten auch Teil (m)einer Rezension sein. Aber sie sollten unterschiedliche Zielgruppen berücksichtigen und nicht von oben herab gepredigt werden. Vor allem sollten sie nicht davon ablenken, dass auch eine scheinbar objektive Beweisführung eines Experten subjektiv ist – anerkannte Literaturkritiker widersprechen sich häufig. Dieser Diskurs ist erfrischend, doch die alleinige, einseitige Vernichtung eines Werkes ohne Widerspruch, das Contra ohne Pro, ist – ja, kontraproduktiv. Eine Seite Verriss – wozu? Um sich an der eigenen Überlegenheit zu erfreuen? Um sich über ein Buch echauffiert zu haben, während dutzende empfehlenswerte Bücher keine Erwähnung finden? Das schadet der Literatur.

Nicht zu vergessen: Auch ein herausragender literarischer Text kann zum Gähnen langweilig sein, wohingegen eine scheinbar simple Geschichte bewegen und begeistern kann.

Ja, wir brauchen professionelle Literaturkritik. Um Bücher einordnen und einschätzen zu können. Um für unsere Leseentscheidung mehr zur Verfügung zu haben als Klappen- und PR-Texte oder Online-Kommentare. Kritik dient immer als Orientierung, und es hat auch durchaus seinen Reiz, wenn Denis Scheck in „Druckfrisch“ schonungslos über die Titel der Bestsellerliste urteilt. Er darf das. Denn im Rest seiner Sendung lobt und feiert er die Literatur so schwärmerisch wie kaum ein anderer renommierter Kritiker.

Selbstverständlich nähere ich mich den zu begutachtenden Werken kritisch. Doch die Stärken hervorzuheben und die Schwächen zu erwähnen, erscheint mir sinnvoller als den Finger in die Wunde zu legen. Falls mir ein Roman überhaupt nicht zusagt, schreibe ich einfach nicht darüber. Denn die Zeilen, die ich für eine Abrechnung verbrauchen würde, fehlten für Literatur, die ich ans Herz legen möchte. Und davon gibt es mehr als genug.

Literatur moderieren, trotz Corona

„Jetzt geht´s wieder los, oder?“ werde ich zurzeit ständig gefragt. Tatsächlich finden wieder vereinzelt Lesungen statt, vom „Losgehen“ ist allerdings noch wenig zu spüren. Ich bekomme einzelne Anfragen für den Herbst, ja, aber viele große Veranstaltungen und Festivals bleiben abgesagt, zu unsicher ist die Lage, zu schwer die Finanzierung bei Einhaltung aller „Hygienevorschriften“.

Aber immerhin, es tut sich etwas. Und: Es gibt das Netz. Und Radio. In beiden bin ich zum Glück aktiv.

Am Samstag, 11. Juli, startet meine neue Buchsendung auf egoFM. Ab dann alle zwei Wochen, jeweils von 14.00 bis 16.00 Uhr. Über Antenne in zahlreichen Städten und weltweit online. Mehr dazu bald hier im Blog – ich freue mich sehr auf diese Show! Der Claim lautet: Die egoFM Buchhaltung – wer nicht hören will, muss lesen!“ Für mich ist es die schönstmögliche Rückkehr zu dem Medium, bei dem ich als 18-jähriger angefangen habe zu moderieren. Direkt zum Sender hier.

Und dann gibt´s die Online-Buchpremieren: Per Streaming moderierte ich vor kurzem Gespräche mit den Autorinnen Leonie Swann (mit der ich live englischen Tee trank, siehe Foto unten) und Claudia Winter (die wie ich im gestreiften T-Shirt vor der Kamera saß) – beide Gespräche wurden insgesamt mehr als 5.500 mal auf Instagram, Facebook und Youtube aufgerufen. So viele Zuschauer*innen hätten wir bei Lesungen kaum gehabt!

Ach ja, und wie wäre es mit einem kleinen 4-Minuten-Video aus meinem Büro, das ich fürs Literaturhaus Herne/Ruhr aufgenommen habe (siehe Foto ganz oben)? Mit zwei aktuellen Buchtipps (Ta-Nehisi Coates und Joanna Nadin). Falls es Euch interessiert, schaut rein, einfach HIER klicken.

Es gibt also viel zu tun, trotz Corona. Aber die echten Live-Begegnungen fehlen mir nach wie vor – für sie gibt es keinen Ersatz. 

 

 

Was tun, ohne Lesungen und Festivals?

Neun Wochen. So lange müssen wir Buchmenschen nun schon verzichten. Auf Lesungen, Literaturfestivals, Diskussionsrunden, Messen. Klar, all das gibt es auch online, auf den Seiten von Verlagen, Kulturinstitutionen, Facebook und Instagram, mehr denn je. So erfreulich diese Aktivitäten auch sind: Echte Begegnungen ersetzen sie nicht. Das gleiche gilt für Konzerte, Theaterstücke, Tanzaufführungen und Opern.

Als Moderator von Live-Veranstaltungen leide ich doppelt: Mir fehlen die inspirierenden und motivierenden Treffen mit Autor*innen, Besucher*innen und Organisator*innen. Und mir fehlen die Honorare. So geht es tausenden Freiberuflern, und die Aussichten bleiben düster. Dennoch sind z.B. Soforthilfe und Künstlerhilfe in Bayern nicht kombinierbar – man darf also nur entweder nicht bezahlbare Betriebskosten haben oder nicht bezahlbare Lebenshaltungskosten. Beides ist nicht vorgesehen, sprich: völlig lebensfremd. Und: Staatliche Hilfen für Freiberufler sind auf drei Monate begrenzt – die Behörden tun so als ob ab Juni das Kulturleben wieder auf Normalniveau hochgefahren würde.

Die Realität sieht anders aus. Mir wurden schon Aufträge für Spätherbst gecancelt: Europas größtes Krimifestival Mord am Hellweg findet genauso wenig statt wie das Krimifest Tirol – auf beiden hätte ich Veranstaltungen mit internationalen Autoren moderiert. Zahlreiche zugesagte Auftritte für meine Literaturshow mit Karla Paul wurden ebenfalls gestrichen – mit viel Glück finden sie noch irgendwann dieses Jahr statt. Niemand weiß es. Und die Frankfurter Buchmesse? Auf deren Homepage heißt es heute optimistisch: „Noch 146 Tage“ Aber niemand glaubt daran, dass die Messe halbwegs normal stattfinden wird. Nächste Woche soll es dazu eine klare Aussage geben.

Zum Glück produziert die Verlagsgruppe Random House weiterhin unseren Podcast LONG STORY SHORT (neue Folgen hier). Und zum Glück bin ich Journalist. Ich recherchiere und schreibe also momentan mehr als dass ich moderiere. Leider wird das Schreiben unfassbar schlecht bezahlt, auch von sogenannten Qualitätsmedien. Aber ich lasse mir die Laune nicht vermiesen. Vor kurzem habe ich den niederländischen Historiker Rutger Bregman und den italienischen Autor Marco Balzano interviewt – beide schätze ich sehr.

Am 30. Mai moderiere ich auch wieder. Die Buchpremiere mit Leonie Swann (Weltbestseller „Glennkill“, neuer Roman „Mord in Sunset Hall“) in München wurde zwar abgesagt, aber wir beide unterhalten uns trotzdem. Über Instagram. Und ich bereite ein spannendes neues Literaturprojekt im Radio vor… Details folgen… Bleibt gesund!

Was hat Thomas Mann mit Corona und dem Playboy zu tun?

Seltsame Frage, oder? Wobei: Ist zurzeit nicht alles seltsam? Also, ich antworte mit einer kleinen Geschichte:

Jeden Monat stelle ich auf der Literaturseite im Playboy drei Neuerscheinungen und einen Literaturklassiker vor – in einer der nächsten Ausgaben Thomas Manns „Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull“. Das Problem: Der S. Fischer Verlag, bei dem Mann erscheint, konnte wegen Corona-Verspätungen das Buch nicht an die Redaktion liefern – dort macht die Redakteurin Corinna Beckmann monatlich ein Foto der vier Bücher. Die Zeit drängte, der Redaktionsschluss nahte. Was tun? Meinen privaten Krull nehmen? Nein. Der sieht so zerlesen aus, den will niemand sehen.

Zum Glück lebe ich in München und radle gerne durch die Stadt.

Station Nr. 1: Die Buchhandlung Lehmkuhl in Schwabing, die mir auf gerade noch legalem Weg eine neue Krull-Ausgabe besorgen konnte (Vielen Dank, ihr seid wunderbar!). Station Nr. 2: Der Englische Garten, der mehr oder weniger auf dem Weg zur Playboy-Redaktion liegt und in dem ich ein bisschen verweilte (was inzwischen doch wieder erlaubt ist, sogar in Bayern). Station Nr. 3: Der Kaiser-Ludwig-Platz 5 nahe der Theresienwiese, Standort der Redaktion, in der eine erfreute Notbesetzung mein Buch entgegennahm.

Fazit: Literatur hält fit. Und Buchhandlungen sind wichtiger als Baumärkte. Sollten bei den hoffentlich bald möglichen Lockerungen der Corona-Beschränkungen die Heimwerker-Center öffnen, während die Buchhändler nur online aktiv sein dürfen (wie es in einigen Bundesländern schon jetzt der Fall ist), werde ich sauer. Denn mit Gesundheitsschutz hat diese Ungleichbehandlung nichts zu tun.

Warum die Absage der Messe nicht nur traurig, sondern existenzbedrohend ist

Es tut weh, ja. Immer noch. Aber wir alle, Journalist*innen, Autor*innen, Moderator*innen, Verlagsmitarbeiter*innen und Buchhändler*innen haben uns natürlich damit abgefunden, dass die Buchmesse abgesagt wurde. Es macht schließlich Sinn.

Noch immer ist es allerdings etwas surreal. Denn wir haben uns schließlich auf die Begegnungen und Veranstaltungen vorbereitet, sind in Kopf und Herz schon in Leipzig gewesen, haben geplant und organisiert, uns gefreut.

Die Absage ist nicht jedoch nur traurig, sondern auch existenzbedrohend. Denn für viele von uns ist der Rahmen der Leipziger Buchmesse ein wichtiger, entscheidender Auftrags- und Umsatzbringer. Vor allem Freiberufler*innen wie ich bleiben oft auf ihrer bereits geleisteten Vorarbeit sitzen, ohne Honorar. Manche Auftraggeber zahlen Ausfallhonorare, andere nicht. Auch für Verlage, vor allem die kleineren, kann die Absage fatale Folgen haben: Weniger PR, weniger Verkäufe, weniger Umsatz.

Da hilft nur: Nach vorne blicken. Noch sind nicht alle Lesungen vor und nach der Messe gestrichen. Mein Auftritt mit Arne Dahl in Leipzig ist zwar gecancelt worden, aber unsere Veranstaltungen am nächsten Montag und Dienstag in Radolfzell und Stuttgart finden statt. Und sogar für Leipzig gibt es nun einen Ersatztermin am 12.3. in der Musikkneipe Horns Erben. Pascal Engman, den ich auch schon in Leipzig treffen sollte, liest wie geplant am 16. März bei den Kriminächten Stuttgart, und ich freue mich auch auf diese Moderation. Auf jede, die nicht abgesagt wurde.

Besonders bitter: Auch mein Auftritt mit Karla Paul und unserer Literaturshow auf der Messe wurde gestrichen. Aber wir sind bald wieder live zu sehen: Am 27.3. in Voerde, in einer evangelischen Kirche! Alle Infos dazu hier. Weitere Termine unserer Show: 6. Mai Lübeck, 7. Mai Hannover, 27. Mai Berlin, 28. Mai Leipzig (ja, Leipzig!!!) – alle in Hugendubel-Filialen.

Und noch eine gute, ansteckungsfreie Nachricht: Bald gibt es neue Folgen unseres Literaturpodcasts „Long Story Short“. Ab 10. März kostenlos auf allen Kanälen, zum Beispiel hier.

Mögen sich die Viren endlich beruhigen. Oder wenigstens die panischen Vorsorgeabsagen abklingen. Oder was meint Ihr?

Noch mehr Städte, noch mehr Moderationen

„Die Realität ist viel brutaler als die Fiktion“ – hat mir das Chris Carter auf einer seiner Lesungen erzählt? Oder war es Mark Billingham? Charlotte Link? Petros Markaris? Viveca Sten? Hjorth & Rosenfeldt? Mit all diesen Bestsellerautoren stand ich in den vergangenen Wochen auf der Bühne.

Das Zitat stammt von Chris Carter, der u.a. als Kriminalpsychologe gearbeitet hat und nun über brutale Verbrechen schreibt – „In Wirklichkeit sind die Fälle grausamer und unerklärlicher. Das würde mir im Buch niemand abnehmen.“ Carter, ein gepiercter und tätowierter Ex-Rockmusiker, zieht überraschend junges Publikum an. So viele  Leute unter 30 habe ich selten bei Lesungen gesehen – das macht Hoffnung! Mit Carter war ich in Braunschweig, Würzburg und München, und überall war es rappelvoll.

Charlotte Link frage mich vor unserem Auftritt vor 550 Zuschauern in München: „Sind Sie auch aufgeregt?“ Ich nickte. Aber dann, auf der Bühne sprachen wir ganz entspannt über Links Erfolge (29 Millionen verkaufte Bücher!) und die Verfilmungen („Sie gefallen mir nicht. Zu viele Kompromisse, um bloß keinen Zuschauer zu verstören.“). Sehr angenehm, der Chat mit Frau Link.

Aber was soll ich sagen? Autoren sind fast immer angenehm, auch backstage. Das gilt für Viveca Sten, die in Berlin trotz Arm-OP Autogramme schrieb. Petros Markaris (links), dem es auch mit 81 Jahren sichtlich Spaß macht, sein Publikum zu unterhalten. Hjorth & Rosenfeldt, die extra aus Schweden ins Ruhrgebiet zum Festival Mord am Hellweg kamen. Amelie Fried, Michal Birbaek und Frauke Scheunemann, mit denen ich bei der Lit.Love in München auf dem Podium diskutierte. Und und und… Vielen Dank für die Begegnungen!

Ausverkauft!

„Ich möchte am liebsten gleich alle Bücher kaufen, die Ihr vorgestellt habt!“ – „Die Zeit ist wie im Flug vergangen!“ – „Dieser Abend hat total Lust aufs Lesen gemacht!“ – „Ihr müsst damit unbedingt ins Fernsehen!“ (Feedback direkt nach der Literaturshow von Karla Paul und mir in Köln)

Rappelvoll war sie, die Bibliothek des Rautenstrauch-Joest-Museums in Köln. Seit Tagen schon gab es für unseren Abend im Rahmen der Crime Cologne keine Tickets mehr – sold out! Bei der Premiere des Spannungs-Specials stellten wir im exklusiven Bücher-Battle 18 neue Krimis & Thriller vor, diskutierten über die Masse von Neuerscheinungen, analysierten die Faszination für fiktive Verbrechen und erzählten Anekdoten von unseren Begegnungen mit Starautoren.

Als prominente Gäste kamen Melanie Raabe und Linus Geschke auf die Bühne – Melanie erzählte u.a. von der Zeit, als jedes ihrer Manuskripte abgelehnt wurde und Linus berichtete von seinen Tauchabenteuern. Unser Publikum lauschte konzentriert, stimmte für seine Favoriten unter den vorgestellten Büchern und war bei bester Laune.

Nach 100 Minuten sagten Karla und ich dankbar und glücklich: VIELEN DANK!!!!! Für die Begeisterung und das Interesse, unsere Show zu einem Erfolg zu machen. Nächstes Jahr wird es weitere Termine geben – und bei der Crime Cologne 2019 sind wir wieder mit dabei. Bis dann! 

 

Vielen Dank, Hamburg!

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Gestern Abend, Hamburg, Saal der KLU in der Hafen City:

Unser Publikum klatscht, lacht und lauscht die Premiere der Literaturshow „Die Seitenspringer“ zu einem Riesenerfolg. Karla Paul und ich, die Gastgeber dieses besonderen Abends, sind erleichtert: Unser Konzept geht auf, das Experiment ist geglückt – großen Anteil daran haben auch die Autoren Anne Siegel und Till Raether, die sich auf unsere Fragen, Literaturyoga und Ratespiele rund ums Buch eingelassen und die Zuschauer begeistert haben. Es war einfach großartig! Vielen Dank ans Harbourfront Literaturfestival!

Im Mittelpunkt der bunten Veranstaltung standen natürlich neue Bücher. Karla und ich stellten je neun Titel vor, die wir im „Seitenspringer-Bücher-Battle“ gegeneinander antreten ließen. Meine Favoriten waren u.a. von Dennis Lehane, Alex Capus, Christian v. Ditfurth, Julia von Lucadou, Tom Rachman und Simone Buchholz. Unser Publikum stimmte ab – und war sich sicher: So eine interaktive Literaturshow gab es noch nie. Aber sie wird es wieder geben: Am 2. Oktober in Köln bei der Crime Cologne. Und nächstes Jahr sicher auch in anderen Städten…

Neue Video-Rezensionen

Wie erreicht man potentielle Buchkäufer? Und wie begeistert man Buchhändler für Neuerscheinungen? Königsfragen in Zeiten des Überangebots, in denen niemand mehr genau weiß, welche Medien wirklich genutzt werden. Die großen Verlage testen seit Jahren verschiedenste Formate: Blogs, Podcasts, Trailer, Online-Kanäle, Videos

Vor kurzem fragte mich die Droemer Verlagsgruppe, ob ich ein neues Experiment moderieren wolle – ein professionell gedrehtes Video über drei Neuerscheinungen des kommenden Herbstes. Warum nicht? Ich unterstütze gerne alle Versuche, mit neuen Mitteln auf Bücher aufmerksam zu machen. Schon klar: Das ist PR. Aber die Texte konnte ich selbst ohne Vorgaben schreiben, hinter den Romanen stehe ich, und meine Unabhängigkeit sehe ich bei solchen Jobs grundsätzlich nicht in Gefahr – ich arbeite schließlich für verschiedenste Verlage, moderiere u.a. auf Litlounge.tv (Random House) und rezensiere für zahlreiche Medien (z.B. SPIEGEL Online, Abendzeitung, Der Standard, WAZ, Playboy, Freundin). Nicht zu vergessen: Ohne PR-Aufträge könnte heute kaum ein freier Journalist überleben.

Also: Hier ist das Video. Sieben Minuten, für die wir fünf Stunden in einem Münchner Café gedreht haben. Viel Spaß beim Gucken!