Nicht normale Norweger

Auf Bærum, einer Insel vor Oslo, leben die Reichen und Privilegierten. Als ein Angler vor der Küste ein menschliches Ohr aus dem Gewässer fischt, ist Schluss mit der Idylle. Denn das Ohr gehört zu einem ermordeten Polen. Der illegal eingereiste Arbeiter schuftete auf der Baustelle eines berüchtigten Immobilienspekulanten. Die Polizei ermittelt, und plötzlich kämpfen alle gegeneinander: Vogelschützer, Anwälte, Migranten, Kleinkriminelle, Anteilseigner und Angler.

Der norwegische Autor Lars Lenth ist ein Meister des lockeren ironischen Tons. In „Schräge Vögel singen nicht“ (Limes) versammelt er eine Handvoll skurriler Typen, die in den Mordfall verwickelt sind. Die Ermittlungen führen auch drei ehemalige Schulkamerad*innen zusammen: Den kriminellen Hochstapler und Spekulanten Terje, den sympathischen Rechtsreferendar Leo und die attraktive Kommissarin Mariken. Außerdem treten auf: Die tollpatschigen Verbrecher Nils und Rino sowie der griesgrämige Angler, der den Fall unabsichtlich ins Rollen brachte.

Obwohl Lars Lenth die komödiantischen Seiten des Verbrechens hervorhebt, berichtet er parallel von kritischen gesellschaftspolitischen Entwicklungen: Die Ausbeutung osteuropäischer Arbeitskräfte, Betrug und Korruption bei großen Bauprojekten, die Umgehung von Umweltschutzgesetzen, die abgeschottete Welt der Reichen.

Ernsthaft und witzig, entspannt und spannend – Lenth kombiniert scheinbare Widersprüche und glänzt mit schwarzem Humor. Ein heiterer Krimi über Gier und Moral, und darüber, dass Norweger manchmal nicht ganz normal sind.

Von der Zerbrechlichkeit des Lebens

Ach, wären doch nur alle Ärzte so wie Rainer Jund. In seinem literarischen Debüt verbreitet der HNO-Mediziner weder Weißkittel-Heldengeschichten noch Notaufnahme-Abenteuer. Stattdessen erzählt er von Leid, Mitgefühl, Verletzbarkeit und Angst. Von der Zerbrechlichkeit des Lebens und der Nähe des Todes.

Vom Wunsch, zu helfen. Von der Ohnmacht, es nicht immer zu können.

„Tage in Weiß“ (Piper) ist ein schmales Buch mit reduzierten, realistischen Kurzgeschichten aus dem Alltag eines Arztes, poetisch verdichtet. Junds Alter Ego berichtet von seiner ersten Leichenobduktion, aggressiven Tumoren, tödlichen Gehirnblutungen, hochgradigen Verbrennungen. Er tut dies ohne Pathos, nachdenklich, ehrlich, menschlich. So wie Ferdinand von Schirach über die Justiz und Gerechtigkeit schreibt, spricht Rainer Jund über Krankheiten und Kliniken.

Existentielle Erfahrungen machen in seinem Werk alle: Patienten, Ärzte und Angehörige. Jund versucht, sich den einschneidenden Erlebnissen feinsinnig und empathisch zu nähern – im Gegensatz zu manchen Kollegen, denen Ego, Macht und Karriere wichtiger sind. Auch über diese Ärzte schreibt er. Und über eine Liebe, die sich im Krankenhaus entwickelt. Ein Buch, das zu Tränen rührt.

„All den Ärzten gewidmet, die in großen Anstrengungen und mit Leidenschaft bis zur Selbstvergessenheit für den Menschen arbeiten. All den Geduldigen, die kämpfen und hoffen. Wir sind alle Patienten.“

Ulrich Tukurs Zeitreise

Stellt Euch vor, Ihr findet in einem alten Fotoalbum Bilder von Euch selbst. Aber Ihr selbst könnt es nicht sein. Es muss eine andere Person sein, rund hundert Jahre vor Euch. Genau das passiert der Hauptfigur in Ulrich Tukurs neuem Roman „Der Ursprung der Welt“ (S.Fischer). Paul Goullet, der im Jahr 2033 in Deutschland lebt, findet in einem Fotoalbum in Paris Bilder, die ihn selbst zeigen. Ein Schock. Aber auch eine Chance.

Paul beschließt, seinem Alter Ego auf die Spur zu kommen. In Südfrankreich. Er reist mit dem Zug nach Perpignan, Port-Vendres und Banyuls. Immer wieder wird er von Polizisten und Militärs kontrolliert, denn Frankreich hat sich zu einem totalitären Überwachungsstaat entwickelt. Wer nicht gehorcht oder kein Visum hat, wird in Straf- oder Arbeitslager gebracht. Und, fast genauso beängstigend: Immer wieder reagieren andere Leute überrascht und schockiert, sobald sie Paul sehen, und er selbst findet sich in den Städten auf seiner Reise ganz leicht zurecht – obwohl er noch nie dort war.

Ulrich Tukur hat eine außergewöhnliche Dystopie geschrieben. Keinen aufgeregten Thriller, sondern eine besonnen und rätselhaft erzählte, spannende Geschichte. Die Zeiten darin scheinen zu verschwimmen; mal lebt Paul in 2033, mal in 1943.

„Das Leben ist ein Abgrund, dachte er, in dem jeder mit dem anderen zusammenhing,, ein unendlich fein verzweigtes, unterirdisches Geflecht, das die Erde seit Jahrtausenden durchzog und alles Böse und Gute, Tote und Lebendige miteinander verband.“

Paul driftet in Träume ab, er lebt als andere Person 1943 und wacht doch wieder 2033 auf. Dieser Mann ist eine faszinierende Figur: Eine, die sich den modernen Zeiten verweigert, kein Smartphone besitzt und die bereit ist, sich den Geheimnissen seiner Vorfahren zu stellen. Auf seiner Reise lernt er unter anderem eine 86-jährige ehemalige Chansonsängerin kennen, die Inhaberin einer Pension. Sie raucht Zigarillos, und sie scheint Paul gut zu kennen. Woher nur?

Ein Buch über Träume und Widerstand, über Heute und Gestern. Ein Buch gegen „die rapide Zerstörung unserer poetischen Spielgründe“, wie Tukur im Vorwort meint.

Das Ultimatum

Staatskrise in Deutschland und Frankreich. Der Notstand wird ausgerufen. In Christian v. Ditfurths neuem Thriller „Ultimatum“ (C. Bertelsmann) erpresst eine unbekannte Organisation die Politik. „Erlassen Sie Italien, Spanien, Portugal und Griechenland alle Schulden“ fordern die Kidnapper. Ihre Druckmittel: Sie entführen den Mann der deutschen Kanzlerin und die Frau des französischen Präsidenten. Außerdem bringen sie ein Atomkraftwerk unter ihre Kontrolle und verlangen die Freilassung eines mächtigen inhaftierten Verbrechers. Die Berliner und Pariser Machtapparate sind in Schockstarre – niemand weiß, wer hinter den terroristischen Aktionen steht. Russland, China, Islamisten? Alle Spuren verlieren sich im Nichts.

Christian v. Ditfurth hat ein erschreckendes Szenario entworfen. Doch es ist nicht unrealistisch, vor allem, weil Ditfurth seinen packenden Plot mit zahlreichen Anspielungen auf reale Politiker spickt. Merkel, Seehofer, Altmeier und Maas, sie alle sind klar zu erkennen. Das gilt auch für Macron, Putin und Steve BannonChristian v. Ditfurth zeigt die Staatschefs, ihre Minister und Behörden, ihre Strippenzieher und Speichellecker. In all ihrer zur Schau gestellten Kompetenz und Macht, inmitten ihrer Hilflosigkeit, ihres armseligen Populismus.

Nur Eugen de Bodt, der Berliner Hauptkommissar, behält einen kühlen Kopf. Auch in seinem fünften Fall bleibt der intellektuelle Hardliner pragmatisch und denkt außerhalb der üblichen Muster. Doch die Kanzlerin vertraut auf de Bodts Fähigkeiten, und sie verschafft ihm den Freiraum, ohne Einschränkungen zu ermitteln.

Action mit Anspruch, so lautet Ditfurths Motto. Mit Stakkatosätzen jagt er seine Protagonisten blitzschnell durch Berlin und Paris, inszeniert Verfolgungsjagden, Schießereien, Explosionen und eine Massenpanik. Er macht Tempo, Tempo, Tempo. Das alles ist kein Selbstzweck. Sondern die effektivste und unterhaltsamste Art, einen klugen zeitgenössischen Polit-Thriller zu schreiben.

Drei!

Orna, Emilia, Ella. Drei Frauen.

Die erste sucht Trost und Ablenkung. Die zweite sucht Verständnis und ein Zuhause. Die dritte sucht Bestätigung. Alle drei stoßen auf Gil, einen Rechtsanwalt. Gil will etwas ganz Bestimmtes von den Frauen; etwas, das sie nicht ahnen.

Mit „Drei“ (Diogenes) ist dem israelischen Autor Dror Mishani der bis jetzt beste Kriminalroman des Jahres geglückt. Eine Geschichte in drei Teilen, die man so noch nie gelesen hat. Mishani schreibt so präzise wie Ferdinand von Schirach, so psychologisch ausgefeilt wie Patricia Highsmith.

In „Drei“ handeln nur drei Sätze von körperlicher Gewalt. Trotzdem ist dieses Buch erschütternd, fesselnd und kaum auszuhalten. Ein Meisterwerk, über das ich nicht mehr verrate. Denn man muss es selbst erlesen und erlebt haben.

Zwei Paare in einer Vierecksgeschichte

„Ich kann es nicht anders als einen inneren Wetterumschwung nennen, was ich damals erlebte.“

In einem Häuschen auf einer dänischen Insel treffen sich zwei befreundete deutsche Paare. Sie wollen gemeinsam ein gemütliches Wochenende in der Natur verbringen. Doch der friedliche Inseltrip sorgt für inneren Aufruhr. Jan Christophersen erzählt in „Ein anständiger Mensch“ (mare) eine klassische Vierecksgeschichte über Anstand und Untreue und den schwelenden Reiz des Verbotenen.

Steen Friis, der Ich-Erzähler, ist Philosoph und Bestsellerautor. Er gibt öffentlich Ratschläge zum Thema Anstand und Moral, doch nun, auf der Insel, ist er überfordert und unsicher, was zu tun ist. Denn zwischen ihm, seiner Frau Frauke und dem anderen Paar, Ute und Gero, entwickelt sich eine fatale Dynamik. Frauke, eine Psychotherapeutin, fühlt sich zu Gero hingezogen und Ute, eine Verlagsfrau, versucht, Stehen zu verführen. Gewissheiten geraten ins Wanken, und aus diesem spannenden Prozess bastelt Jan Christophersen niveauvolle Unterhaltung. Der 45-jährige Autor hat ein feines Gespür für die psychologischen Aspekte des Zusammentreffens seiner Figuren. Aus vertraut wird fremd, aus Spiel wird Ernst.

DDR-Rassismus

Rassismus und Neonazis in der DDR? Gab es nicht. Durfte es nicht geben. Denn das sozialistische Deutschland versicherte sich gern: Nur drüben im Kapitalismus, dort gibt es Ausländerhass. Eine Lüge, wie man weiß.

Max Annas neuer Kriminalroman „Morduntersuchungskommission“ (Rowohlt) erzählt einen brisanten realen Fall ostdeutscher Geschichte: 1986 wurde ein mosambikanischer Arbeiter an der Bahnstrecke zwischen Ost-Berlin und Dessau tot aufgefunden. Ein Mord durch Neonazis, der erst nach dem Ende der DDR bekannt wurde. Max Annas erzählt nun einen ähnlichen Fall, einen fiktiven.

An der Bahnstrecke südlich von Jena wird 1983 eine entstellte Leiche gefunden. Der Tote: ein junger Mosambikaner, sogenannter Vertragsarbeiter. Oberleutnant Otto Castorp von der Morduntersuchungskommission Gera soll den Fall aufklären. Annas zeigt ihn nicht als coolen Cop, sondern als ziemlich durchschnittlichen, gewissenhaften DDR-Bürger. Castorp befragt Anwohner und Kollegen des Toten, ermittelt in Wohnheimen, und erfährt dabei, dass es immer wieder zu Prügeleien zwischen Ostdeutschen und afrikanischen Arbeitern kommt. Schließlich verdichten sich Hinweise, dass eine Gruppe deutschnationaler Glatzköpfe den aufgefundenen Mosambikaner gequält und getötet hat.

Für seinen Einsatz wird Otto Castorp bestraft. Das Ministerium für Staatssicherheit entzieht ihm den Fall.

Max Annas schreibt klar, fokussiert und objektiv. Er wertet nicht, blickt seiner Hauptfigur gekonnt über die Schulter. So gelingen ihm spannende, authentische Einblicke in den DDR-Alltag. Annas dokumentiert, und er fragt indirekt: Hat die Weigerung des sozialistischen Staates, sich mit Rassismus auseinanderzusetzen, auch etwas mit der heutigen Stimmung in Ostdeutschland zu tun?

Eine Nigerianerin in San Francisco

Eine chic gekleidete, fast 75-jährige Dame fährt mit ihrem alten Porsche durch San Francisco. Sie heißt Morayo da Silva, kommt ursprünglich aus Nigeria, und jeder in ihrer Nachbarschaft kennt sie. Denn Morayo sprüht vor Lebensfreude. Sie plaudert mit allen – dem Blumenhändler, der Straßenfegerin, und sie macht ständig neue Bekanntschaften.

Beschwingt und charmant erzählt Sarah Ladipo Manyika in ihrem Debütroman „Wie ein Maultier, das der Sonne Eis bringt“ (Hanser Berlin) von einer sympathischen Lebenskünstlerin. Kurz vor ihrem Geburtstag muss Morayo allerdings ins Krankenhaus zu einer Hüft-OP. In der anschließenden Reha freundet sie sich mit Pearl, Bella und Reggie an.

Während ihre Hüfte langsam eilt, erinnert sich die alte schwarze Dame an ihren Ex-Mann Ceasar, einen hochrangigen Diplomaten. An all die Länder, in denen sie gelebt und all die Häuser, die sie bewohnt hat. Und natürlich an ihre Heimat Nigeria, „das Land der ewigen Sonne und des täglichen Theaters“. Ihr Buchregal daheim hat Morayo übrigens danach sortiert, welche Charaktere aus den Romanen sich ihrer Meinung nach miteinander unterhalten sollen.

Sarah Ladipo Manyika, selbst in Nigeria geboren, hat eine kurze, bezaubernde Geschichte über Freundschaft und Lebensfreude im hohen Alter geschrieben. Ihre Hauptfigur Morayo möchte ich sofort als Freundin haben oder selbst so sein, später einmal, mit 75 Jahren.

Von der Ranch in die Boxhalle

„Ich werde eines Tages Boxweltmeister sein, und es ist mir egal, wie lange das dauert.“

Der US-Schriftsteller und Musiker Willy Vlautin porträtiert in seinem neuen Roman „Ein feiner Typ“ (Berlin) einen ungewöhnlichen Außenseiter. Horace heißt der junge Mann, der auf einer Ranch arbeitet. Er ist halb irisch und halb Paiute, ein „Halbblut“, nirgendwo so richtig daheim.

Obwohl er Tiere und die Arbeit auf der Ranch mag, und obwohl ihn das alte Rancherehepaar Mr. & Mrs. Reese wie einen Sohn behandelt, zieht es Horace in die Stadt. Er möchte Preisboxer werden. Siege erringen. Berühmt werden. Mr. & Mrs. Reese ahnen, dass das nicht gut gehen kann, doch Horace will seinen Traum verwirklichen. Um jeden Preis.

Statt Ranch, Pferden, Schafen und Lagerfeuer zählen nun also Boxhallen, Kämpfe, Trainingseinheiten und Deals mit Trainern. Eine unbarmherzige, harte Welt. Willy Vlautin begleitet Horace verständnis- und liebevoll, so wie er das mit all seinen Figuren macht. Wie in einer ruhigen, stimmungsvollen Dokumentation zeigt Vlautin Horaces unbändigen Willen. Und seine dramatischen Niederlagen. Mr. & Mrs. Reese möchten Horace zurück auf die Ranch holen, sein Leiden beenden, ihm die Ranch überschreiben. Doch Vlautin ist zu sehr Realist, um ein Happy End zu konstruieren.

In Vlautins Romanen kämpfen anständige, arme Amerikaner um Anerkennung und Würde. Meist verlieren sie. Und dennoch gewinnen sie: die Herzen der Leser*innen, die sich von Vlautins stillen Meisterwerken berühren lassen.

Die mysteriöse Bedeutung von Hochzeitsfotos

„Als ich jung war, glaubte ich an fast alles, und später an fast gar nichts mehr, und irgendwann in dieser Zeit dürfte mir der Glaube, dürfte mir das Glauben abhanden gekommen sein.“

Franz wächst in den Bergen Tirols auf. Seine Eltern betreiben einen Gasthof und richten Hochzeiten aus – Franz fotografiert die glücklichen Paare. Doch er zweifelt an der Wahrheit und Einzigartigkeit dieses „schönsten Augenblicks des Lebens“. Die immer gleich inszenierten Feiern und Fotos scheinen das Glück nur vorzugaukeln. Und tatsächlich: nach einer der Hochzeiten stürzt nachts eine frisch getraute Braut den Berghang hinunter und stirbt; zuvor hatte sie Streit mit ihrem betrunkenen Ehemann. Dieser tragische Moment geht Franz nicht aus dem Kopf, ebenso wenig wie der nächtliche Spaziergang mit einem Mädchen namens Sarah, in die er sich verliebte, und die er aus den Augen verlor.

In feiner, präziser Prosa porträtiert der Österreicher Norbert Gstrein in „Als ich jung war“ (Hanser) einen jungen Mann, der spürt, dass er sein Glück woanders suchen muss. Franz zieht nach Wyoming in den USA und arbeitet dort als Skilehrer. Einer seiner Schüler ist ein Professor, der Franz Komplimente macht und über sieben Jahre hinweg immer bei ihm Unterricht nimmt. Bis er schließlich Selbstmord begeht. Franz ist erschüttert über diesen zweiten Todesfall in seiner unmittelbaren Nähe. Welche Geheimnisse und Sorgen hatte der Professor, und warum stürzte die Braut in den Tod? Haben die beiden Ereignisse etwas mit ihm zu tun? Stecken hinter Menschen und Fotos doch immer ganz andere Geschichten, als diejenigen, die erzählt werden?

Diese Fragen umkreist Norbert Gstrein gleichermaßen einfühlsam und unterhaltsam, auf hohem sprachlichen Niveau. Sein kunstvoll komponierter Roman sucht auch nach einer Definition von Heimat und nach dem angemessenen Umgang mit einer unerfüllten Liebe. Franz, die sympathische, suchende Hauptfigur, kehrt schließlich zurück nach Österreich. Ob er dort endlich Gewissheit und Orientierung findet? Und vielleicht doch noch einmal auf Sarah trifft? Norbert Gstrein schickt seinen Protagonisten auf einen verschlungene Weg mit vielen Überraschungen. Der 58-jährige Autor formuliert lange, unaufdringliche Sätze, deren Ruhe und Kraft wohl nicht zufällig an die Berge Tirols erinnern.