Kurzgeschichten · Neuerscheinung · Rezension

Liebeskummer!

wessDa liegt es, das neue Buch von Kathrin Weßling. Es vibriert. Zittert, bebt, brüllt. Nur manchmal verkriecht es sich in eine Ecke, ganz still und traurig. Und es fällt, wie seine Protagonisten.

In „Morgen ist es vorbei“ (Luchterhand) schreibt Weßling darüber, wie Liebe entsteht, und vor allem: wie sie vergeht. Und: was mit den Menschen passiert, die zurückbleiben. Wie verzweifelt, wütend, betäubt und verängstigt sie sind. 14 Stories über Schmerz, Trauer, Einsamkeit und Hoffnung. Kathrin Weßling guckt dorthin, wo es weh tut. Aber auch in die Richting, in der etwas Neues entstehen kann. „Morgen ist es vorbei“ reden sich ihre Protagonisten immer wieder ein, und ihre Freundeskreise versuchen sie aufzumuntern. Aber so einfach ist es natürlich nie, wenn sich Liebeskummer breit macht.

Die 30-jährige Autorin schreibt unglaublich intensiv und authentisch, und verfeinert ihre Beobachtungen zu literarischen Fallstudien. Ein starkes Buch voller Energie, ohne Happy Ends. Und trotzdem macht es Mut. Denn Weßling zeigt den Liebenden und Leidenden: Ihr seid nicht allein. Liebeskummer ist überall.

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