Buchbranche

And the winners are…

pakleppaFabienne Pakleppa und Sylvia Kabus! Beide Autorinnen erhalten ein Arbeitsstipendium der Stadt München, dotiert mit je 6.000 Euro. Herzlichen Glückwunsch!

Wie vor kurzem hier im Blog berichtet, gab es im Vorfeld der Entscheidung einige gender-typische Abstimmungen in der Jury: Männer PRO, Frauen CONTRA, und umgekehrt. Im Falle der beiden Siegerinnen waren wir Juroren uns allerdings einig: Pakleppa (Foto) und Kabus haben die Auszeichnung auf jeden Fall verdient. Zwei Frauen also, und keinerlei Verdacht, weibliche Stimmen würden bei Literaturpreisen zu wenig wahrgenommen (wie gelegentlich pauschal behauptet wird).

Worum geht´s in den ausgezeichneten Romanprojekten? Sylvia Kabus´Text „Die Haut“ handelt von einer Frau namens Manon, die sich in der Nach-Wendezeit in Ostdeutschland mit ihrem Partner Ari um ein stabiles Leben bemüht. Ein Auto-Unfall, bei dem sie dem Schriftsteller Paul wieder begegnet, beschwört jedoch traumatische Erinnerungen herauf. In einer aufgerauten Sprache mit Leerstellen und Gegensätzen geht Kabus der Frage nach, wie sich Gewalterfahrungen literarisch darstellen lassen.

In „Rosalie will es so“, Fabienne Pakleppas Text, berichtet die Autorin von eigenen Vorfahren: Großmüttern, Vätern, Cousinen, Geschwistern. Menschen, die sich nicht kleinkriegen lassen, die mit Auf- und Abbrüchen leben, zu Ein- und Auswanderern werden. Der Mut dieser Figuren hat Pakleppa zu einem lebensprallen Roman inspiriert, den wir Juroren und viele weitere Leser hoffentlich schon 2016 in Gänze lesen können.

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