Doppelmord an Polizisten

weberSie sind „Bullen“. Und sie sagen ständig „Scheiße“. Ihr Job ist oft frustrierend und der Druck ihrer Vorgesetzten macht sie fertig. Wenn Gregor Weber, der ehemalige Saarbrücker Tatort-Kommissar, den Polizeidienst schildert, beschönigt er nichts. In seinem zweiten Kriminalroman „Keine Vergebung“ (Knaus) stehen Kurt Grewe und sein Kripo-Team unter besonders starkem Druck: zwei Kollegen wurden erschossen, von den Tätern fehlt jede Spur. Die „Soko Straßenrand“ soll schnell Ergebnisse liefern, doch der Fall erweist sich als extrem schwierig. Plötzlich sind auch das Landeskriminalamt und der Verfassungsschutz involviert – offenbar war ein rechtsextremer V-Mann in den Mord der Polizisten verwickelt. Gregor Weber schreibt Klartext. Er formuliert kurze, raue Sätze mit Überraschungseffekt: „Schublade. Tempo. Öffnen. Eins anzupfen. Therese reichen“ notiert er etwa in einer Büroszene mit seiner Hauptfigur Grewe und deren Kollegin. Weber schaut genau hin, wenn es zwischen seinen Protagonisten knistert und kracht, und er zeigt die Ermittler am Rande des Nervenzusammenbruchs. Ein überzeugender Cop-Krimi mit politischem Hintergrund. Meine Rezension erscheint in der Augsburger Allgemeinen.

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