Neuerscheinung · Rezension · Romane

Emannzipation (nur für Männer)

blöchlWas soll man von einem Roman halten, in dem die Kapitel „Ficken in Tuntenhausen“ oder „Bridge of Bitch“ heißen? Ab in den Mülleimer, oder? Im Fall von Bernhard Blöchls Debüt „Für immer Juli“ (Maro) lohnt es sich, zu lesen. Vorausgesetzt, man mag Männerromane. Mit Tommy Jaud kann Blöchl mithalten. Er ist sogar besser, ironischer. Seine Story: Der Musikjournalist Juli wird von seiner Freundin verlassen. Wieder einmal hat er das Nachsehen, er, der Nette, Verständnisvolle. Doch jetzt dreht er den Spieß um, wird cooler, männlicher. Sein Motto: „Emannzipation“. Ganz so einfach läuft die allerdings nicht ab – Julis Weg zwischen Weichei und Alpha-Tier ist ziemlich turbulent. Bernhard Blöchl spielt mit Klischees, schreibt witzige Dialoge und schafft viele Bezüge zur Musikszene. Übrigens: „Ficken“ ist der Name eines Beerenlikörs. Zumindest in Tuntenhausen.

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