Neuerscheinung · Rezension

Die Frau und der Habicht

habichtNanu? Ein literarisches, sehr persönliches Sachbuch? Über eine Frau und ihren Habicht? Klingt ungewöhlich. Ist es auch. „H wie Habicht“ (Allegria) von Helen Macdonald passt in keine Schublade. In England, der Heimat der Autorin, Lyrikerin, Illustratorin und Historikerin, gewann das Buch die wichtigsten Literaturpreise. Zu recht, denn die schwierige Annäherung an den Habicht bewegt, reißt mit, sorgt für Staunen. Eine Jagdszene beschreibt Macdonald so:

„Was geschah, war eine Kettenreaktion, deren Eregnisse so schnell aufeinanderfolgten wie in einem Daumenkino. Bild eins: Habicht verlässt die Faust als Explosion von Bänderungen, Flügeln und Klauen. Bild zwei: Habicht nah am Boden, Gras streift über ihre Brust. Schokoladenbraune Schwingen mit kräftigem Schlag, buckliger Rumpf. Bild drei: flüchtende Kaninchen. Bild vier: Fasanenhahn, der sich geduckt an den sicheren Waldrand rettet.“

„H wie Habicht“ist sagenhaft. Ein sinnliches, packendes und trotzdem sachliches Buch über die Beziehung zwischen Mensch und Tier.

2 Kommentare zu „Die Frau und der Habicht

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