Ein Jahr in den Bergen

Das ist ein Roman über die Kuhglocken, deren Klang über Berghänge weht. Den Septemberschnee, der in der Sonne schnell dahin schmilzt. Einen Wildbach, dessen klares Wasser in der Sonne glitzert. Die versteckten Bedeutungen, die sich in Feldern, Wäldern und Steinhäusern befinden. Und vor allem ist es ein kurzes Buch über die Liebe, die ihr Gesicht wie die vier Jahreszeiten verändert.

So, jetzt aber zum Plot, der im italienischen Hochgebirge spielt: Fausto und Silvia arbeiten im Bergdorf Fontana Fredda auf einer Hütte. Sie bewirten die Gäste, und sie verlieben sich ineinander. Gemeinsam beobachten sie, wie sich der Winter über die Berge legt, wie sich Natur und Menschen verändern.

Paulo Cognetti erzählt in einer angenehm ruhigen Art, bodenständig und mit einer gewissen Leichtigkeit, hinter der immer wieder die Melancholie hervorkommt. Seine Figuren versuchen in den Bergen herauszufinden, wer sie sind, wohin sie gehören, und was sie in Zukunft wollen. Eine wohltuende, naturnahe und ziemlich kurze Geschichte, ideal für einen kalten Herbst- oder Winterabend.

Paolo Cognetti, Das Glück des Wolfes (Penguin, übersetzt von Christiane Burkhardt)