Endlich wieder: Literatur live, in echt!

Endlich mal wieder auf einer großen Bühne stehen! Vor echten Zuschauern! Mit einem Autor, der mir nicht nur virtuell gegenübersitzt und einer Band, die leibhaftig anwesend ist.

Zum Glück kein Traum, sondern vor ein paar Tagen Realität. Im Innenhof des Deutschen Museums in München moderierte ich die Buchpräsentation von Peter Probsts neuem Roman „Wie ich den Sex erfand“ (Antje Kunstmann Verlag). Mit dabei: Die bayerisch-japanisch-kroatisch-schweizerische Band Sasebo. Für mich war es die erste „echte“ große Veranstaltung seit Mitte März, seit Corona einen Strich durch alle Auftritte gemacht hatte, die ich eigentlich in den letzten Monaten präsentieren sollte. Stattdessen moderierte ich zahlreiche Online-Events, Instagram-Talks, Facebook-Buchpremieren, Youtube-Videos etc. Auch das macht Spaß, klar.

Als ich jedoch im Spätsommerwind auf der Bühne beim Deutschen Museum stand, spürte ich sofort den Unterschied. Keine virtuelle Veranstaltung kann ersetzen, was ich höre, spüre und sehe, wenn tatsächlich Autor*innen und Zuschauer*innen bei mir, mit mir, vor mir sind. Die Atmosphäre ist greifbar, die Reaktionen sind real.

Peter Probst ging es genauso: Der erfolgreiche Drehbuchautor plauderte gut gelaunt über die Hintergründe seines neuen Romans, sein Aufwachsen in einer streng katholischen Familie im München der 1970er-Jahre. Er dankte überschwänglich allen, die am Gelingen dieses Abends beteiligt waren: Dem Sozialprojekt Bellevue di Monaco, dem „Eulenspiegel Flying Circus“, Sasebo und unseren Zuschauern, die zum Schluss bei 15 Grad auf ihren Stühlen aushielten. Der Applaus war lang und freundlich, und vermutlich dachte nicht nur ich: Bitte verzieh Dich endlich, Corona! Damit wir wieder viele weitere solcher Abende genießen können.

 

 

 

 

6 Gedanken zu “Endlich wieder: Literatur live, in echt!

  1. Hallo Günter, live ist es immer Schönsten !!
    Ich habe mir heute wagemutig ein online Ticket für den Göttinger Literaturherbst bestellt. Ich habe echt Bedenken mich im Herbst wegen C ,,, das leidige Problem , unter eine Menschenmenge zu begeben! Es ist hoffentlich nur eine auf Zeit begrenzte Möglichkeit Lesungen und Autoren zu begegnen.
    GLG Angela

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