Elton John? John Lennon? Fast.

Puh. 960 Seiten. Ein dicker Brocken. Aber niemals langweilig.

Der englische Musiker, Komponist und Labelgründer Tot Taylor hat mit „The Story of John Nightly“ (Heyne) eine Liebeserklärung an die Swinging Sixties in London geschrieben. Eine Insider-Story übers Musikbusiness, ironisch und originell, ein Blick hinter die Kulissen und ein Einblick ins Leben eines großen fiktiven Künstlers, der sich nie verbiegt und nach der Karriere ein erfolgreicher Blumenzüchter wird. Dieser John Nightly ist eine Mischung aus Elton John, John Lennon, George Harrisson und Mike Oldfield.

Das Besondere: Im Fokus steht nicht die Karriere von John Nightly, sondern sein ganzes Leben, also auch die Anfänge in Schülerbands, der erste Deal mit einer Plattenfirma, und vor allem sein zurückgezogenes Leben in Cornwall nach dem Hype. John züchtet eigene Blumenarten und wird ein Meister des Gartenbaus.

Tot Taylor schreibt schwärmerisch, knallbunt, kompetent, melancholisch, authentisch – heraus kommt dabei eine literarische und musikalische Wundertüte. Es steht zwar „Roman“ auf dem Cover, dieses Buch ist aber eher wie ein großes Rockfestival mit Live-Atmosphäre, wie ein Best Of von Musikmagazinen wie Rolling Stone und hat die Dichte eines Pop-Rocklexikons. Mit fiktiven Interviews und Briefen sowie echten Fotos, etwa der Abbey Road Studios.

Ja, ein dicker Brocken. Aber einer, der das Zeug hat zu einem Klassiker der Rock´n´Roll-Romane.

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