Paris versinkt im Wasser

Es regnet und regnet. Paris scheint zu ertrinken, und ausgerechnet während dieses Hochwassers kommen 4 Personen für ein Familientreffen in die Stadt. Das ist die Grundkonstellation von Tatiana de Rosnays „Fünf Tage in Paris“ (C. Bertelsmann).

Die Malegardes wollen den 70. Geburtstag des Vaters feiern. Der Mann reist mit seiner Frau Lauren aus Südfrankreich ein, Tochter Tilia aus London und Sohn Linden aus San Francisco. Die beiden Kinder sind erfolgreiche Künstler, doch sie tragen traumatische Erlebnisse mit sich herum, über die sie nie miteinander sprechen.  

Auch ihre Eltern haben Geheimnisse. Das Schweigen hat Tradition in dieser Familie. Als der Vater jedoch ins Koma fällt, und die Lage im überschwemmten Paris immer bedrohlicher wird, überwinden die vier Malegardes ihre Scham und ihre Ängste. Endlich sprechen sie sich aus.

Tatiana de Rosnay hat ein bestechendes Szenario entworfen, atmosphärisch dicht, brillant komponiert. Mit uneitler Eleganz, in klarer Sprache, berichtet sie von einem Familiendrama. Eine trotz der inhaltlichen Schwere leichte, nie seichte Lektüre.

„Fünf Tage in Paris“ werde ich übrigens auch im Podcast „Long Story Short“ vorstellen – inklusive Interview mit Tatiana de Rosnay. Ausstrahlung in Folge 9 im August.

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