Los Angeles, 1965

Dieser Roman blitzt, kracht und flackert. Er hat ein Höllentempo. Riecht nach Feuer. Und er klingt nach ungeschminktem Jazz. Was kaum erstaunt, denn er spielt mitten in den Unruhen in Los Angeles 1965. Die Stadt brennt. Die Schwarzen greifen die Cops an. Auf den Straßen: Chaos, Kämpfe, Flammen, Blut.

In seinem Debüt „Graffitipalast“ (Kunstmann) schildert A.G. Lombardo die Revolte aus einer bestechenden Perspektive: Seine Hauptfigur, der Stadtforscher und Semiotiker Monk, schlurft, rennt und torkelt durch die Ghettos. Er dokumentiert die Graffiti der rivalisierenden Gangs. Wie in Trance geht er immer weiter, immer tiefer hinein in den Konflikt. Wo er ist, brodelt es. In hochwertiger, rauschartiger Prosa begleitet A.G. Lombardo seinen Monk, notiert Streetslang, skizziert Tagger, Sprayer, Randalierer, Aktivisten, Cops, Plünderer, Säufer, Flaschen- und Steinewerfer. Ein atmosphärisches, bildstarkes Porträt eines Aufstands.

„Monk schlägt sein zerfleddertes blaues Notizbuch auf, ein dickes Bündel Zettel, Notizen und Zeichnungen von Graffiti und Street Art: Bleistift- und Tintenskizzen von Gangzeichen, Tags und Homeboy-Kunst, dazwischen Anmerkungen in kleiner, krakeliger Druckschrift; Fundorte, Erklärungen, Fragen, Zugehörigkeiten, Stile, gängige Motive, Querverweise.“

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