Neuerscheinung · Rezension · Romane

Feinsinniges Psychogramm

Altbekannt. Und doch erstaunlich. Diese Geschichte ist in Variationen schon hunderte Male erzählt worden. Verena Karl schafft es dennoch, mit ihrem Roman „Die Lichter unter uns“ (S. Fischer) zu berühren und zu faszinieren. Sie schildert eine typische Frau-in-der-Lebenskrise-Situation:

Anna macht Urlaub mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern. In Taormina auf Sizilien. Die Sonne scheint, doch in Annas Herz wird es dunkel. Die junge Frau fühlt sich in ihrem zwar guten, aber festgefahrenen Leben nicht mehr wohl. Sie spürt Wehmut und Panik, Unruhe und Lustlosigkeit. Kein Wunder, dass sie sich zu Alexander hingezogen fühlt – ein anderer Mann, ein anderes Leben, eine andere Energie… Doch ist dieser Weg wirklich der richtige?

In hellen, klaren, leicht literarischen Sätzen fängt Verena Karl die Stimmung ihrer Hauptfigur ein. Ihre Zweifel, ihr Stolpern, aber auch ihre neue Lebensenergie. „Die Lichter unter uns“ ist ein feinsinniges Psychogramm einer Frau, die sich entscheiden muss.

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