Neuerscheinung · Rezension · Romane

Im Paralleluniversum

Was ist da unten? Etwas Verlockendes. Abstoßendes. Angst und Einsamkeit, aber auch machtvolleres Wissen, als sich in der Flüchtigkeit des Lichts erahnen lässt. Wer einmal die Bekanntschaft der Tiefe gemacht hat, hineingeworfen in ihre wispernde Leere und Konturlosigkeit, wo alles Mögliche und Unmögliche Gestalt annehmen kann, bleibt ihr verfallen.“

Frank Schätzing stößt in seinem neuen Thriller „Die Tyrannei des Schmetterlings“ (Kiepenheuer & Witsch) ein Tor auf. Eines, das in die Tiefe dunkler Parallelwelten führt. Klingt nach Sciene Fiction, ist aber sehr realistisch. Im Mittelpunkt steht ein geheimes Forschungszentrum in der kalifornischen Provinz. Streng bewacht führt dort ein Hightech-Konzern Experimente mit Künstlicher Intelligenz durch. Nach dem Tod einer Biologin ermittelt Sheriff Luther Opoku in der streng bewachten Anlage. Dort gerät er in den Bann eines Megacomputers und stürzt in eine unheimliche Sphäre. Ein druckvoller, umfassend recherchierter Thriller über Roboter, genmanipulierte Tiere und eine Technologie, die unser Leben radikal verändern wird. Schätzing gelingt es meisterhaft, die komplexe Thematik aus Sachbüchern wie „Homo Deus“ in einen rasanten Plot zu verwandeln. Hochbrisant und erschreckend aktuell.

Auch als Hörbuch (Der Hörverlag) übrigens sehr zu empfehlen: Schauspieler Sascha Rothermund fängt die düstere Atmosphäre in seiner Lesung (22 Stunden, 22 Minuten!) gekonnt ein.

 

4 Kommentare zu „Im Paralleluniversum

  1. Ich muss sagen, dass ich in Anbetracht der anderen Schätzing-Büchern etwas enttäuscht war. Das Szenario war leider keine neue grandiose Idee und hat mich viel zu sehr an eine Mischung aus „I, Robot“ und „Fringe“ erinnert. Ich hatte mir definitiv mehr erhofft. Und Obwohl solch eine Zukunft mit Sicherheit schrecklich wäre, hat mir dennoch der große Schock und das große Grauen im Buch gefehlt.

    1. Die Parallelen zu „I Robot“ und „Fringe“ sind auf jeden Fall da, auch zu „Matrix“. Aber ich fand trotzdem das Szenario überzeugend, auch ohne großes Grauen. Vielen Dank für Deinen Kommentar!

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