Neuerscheinung · Rezension · Romane

Ein Zopf aus drei Geschichten

Fortgehen, diesen Ort weit hinter sich lassen. Es ist der einzige Ausweg.“

In „Der Zopf“ (S.Fischer) von Laetitia Colombani geben drei Frauen ihrem Leben eine radikale Wendung. Das müssen sie auch, weil sie sonst unglücklich werden, verzweifeln, sterben. In Frankreich war dieser Roman Nr.1, er erscheint in 28 Ländern, und er wird verfilmt. Die Gründe für diesen Erfolg liegen auf der Hand:

Laetitia Colombani schreibt im Präsens, schnell und klar. Sie lässt keinen Zweifel daran, dass ihre drei Hauptfiguren aus Indien, Kanada und Italien ums Überleben kämpfen. Smita riskiert für ihre Tochter ihr Leben, Giulia rettet ihr Familienunternehmen und Sarah kämpft gegen den Krebs. Colombani führt ihre drei Geschichten Schritt für Schritt zusammen, knüpft sie kunstvoll wie einen Zopf. Und obwohl sie wegen des hohen Tempos und der Kürze des Romans nicht in die Tiefe geht, berühren diese Schicksale. Ein moderner dramatischer Roman über mutige Frauen, die sich befreien.

Sie wagt nicht, ihrer Tochter zu sagen, dass sie fortgehen und nicht zurückkommen werden. Dass sie mit einem Ticket ohne die Möglichkeit zur Rückkehr unterwegs sein werden, dass es sich um eine einfache Fahrt hin zu einem besseren Leben handelt.“

Ein Kommentar zu „Ein Zopf aus drei Geschichten

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