Neuerscheinung · Rezension · Romane

Wenn Lebensverläufe kollidieren

matthew weiner, alles über heather, rezension, rowohlt, blog, günter keil Nur 125 Seiten. Mehr braucht Matthew Weiner nicht. Um eine scheinbar heile Welt einstürzen zu lassen. Um zwei Lebensverläufe kollidieren zu lassen. Um seine Leser mitzureißen. Um zu zeigen, wie brillant er eine packende Geschichte konstruieren kann.

Alles über Heather“ (Rowohlt) heißt der Miniroman des Autors, Produzenten und Regisseurs der TV-Erfolgsserie „Mad Men“. Weiner erzählt zwei Plots, die sich später kreuzen – von Mark, Karen und ihrer Tochter Heather, einer Vorzeigefamilie. Und von Bobby, einem Kriminellen aus der Unterschicht. Nüchtern und reduziert berichtet der US-Autor vom gesellschaftlichen Aufstieg der privilegierten Familie, und vom fortwährenden Abstieg des Mannes, der von Geburt an am Abgrund lebte. Doch mit jeder Seite verschwimmen die Grenzen zwischen diesen beiden Welten – auch Mark, Karen und Heather scheitern. Fatal. Brutal.

Eine souverän zugespitzte, klar umrissene Erzählung, die an untergründiger Spannung kaum zu übertreffen ist. Ein lautes Bravo für dieses Debüt!

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