Neuerscheinung · Rezension · Romane

Finnisch, lakonisch, herrlich

petri tamminen, meeresroman, rezension, günter keil, literaturblogLakonischer, liebenswerter und skurriler geht’s kaum. Entspannter und finnischer auch nicht.

Meeresroman“ (Mare) von Petri Tamminen: eine bezaubernde Tragikomödie.

Antiheld Vilhelm Huurna, ein kleiner Mann, will ein großer Kapitän werden. Und tatsächlich: Huurnas Traum erfüllt sich – er bereist die Meere der Welt. Dass er dabei ein Schiff nach dem anderen versenkt, nun, ist das wirklich seine Schuld? „Jeder, der schon einmal im Sturm gesegelt ist, weiß, dass Segelschiffe vieles tun, worum sie zu bitten der Mensch nicht einmal auf die Idee käme.“

In sparsamer Sprache, mit Sätzen wie kleine Kunstwerke, erzählt Petri Tamminen von einem Mann, der sich nicht unterkriegen lässt. Obwohl er oft unter Wasser gerät. Huurna macht die Erfahrung, dass man Dinge einfach hinnehmen muss, mit viel Schnaps und ausdauerndem Schweigen. Eine herrlich schräge Geschichte, gespickt mit schelmischen Weisheiten und finnischem Humor.

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