Bilder-/Kinderbuch · Literaturblog

Literatur = Integration

lesen, integration, literatur, blog, günter keil Vor ein paar Monaten lebte Aram noch in einem Flüchtlings- lager. Und vor zwei Jahren im Irak. Jetzt hat seine Familie eine Wohnung in München. Und sie lernt fleißig Deutsch.

Warum ich mit Aram auf dem Sofa sitze? Weil ich in den Sommerferien jede Woche eine Stunde mit ihm lese – damit sein Deutsch bis zum Schulbeginn nicht einrostet. Für mich eine wunderbare ehrenamtliche Aufgabe: Mit dazu beizutragen, wie sich Literatur in Integration verwandelt. Das kann ich auch allen AfD- und CSU- Sympathisanten empfehlen: Wenn ihr euch so sehr sorgt, dass Flüchtlinge sich nicht integrieren, dann helft doch einfach mit, dass es gar nicht dazu kommt. Ihr werdet sehen: es macht Spaß.

Und was sind Arams Lieblingsbücher? Alle, in denen Piraten, Autos und Fußball eine Rolle spielen – klingt schon ziemlich deutsch. Oder universell, ganz wie man es nimmt. Zum Vorlesen kam ich übrigens nicht zufällig – schon seit ein paar Jahren bin ich aktiv bei den Lesefüchsen. Dieser gemeinnützige Verein organisiert bundesweit Lesestunden.

4 Kommentare zu „Literatur = Integration

  1. Ich finde die Vokabel „sich integrieren“ sowieso ziemlich seltsam: Ist es nicht eh so, dass „integrieren“ eher heißt, dass wir jemanden in unserer Mitte aufnehmen? Wie soll jemand „sich integrieren“, wenn wir (bildlich gesprochen) keinen Platz in unserem Kreis machen?Ich finde Deine Aktion jedenfalls super. Und der Kleine hat sichtlich auch seinen Spaß!

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