Erst 3, dann 4

lena gorelik, mehr schwarz als lila, rezension, günter keilRatte, Alex, Paul. Zwei Mädchen, ein Junge. Siebzehn Jahre alt, eng befreundet. Alex trägt nur schwarze Klamotten, Paul hat schöne lange Finger, Ratte wäre gern ein Geheimnis. Die drei sind unzertrennlich. Bis eines Tages…

In „Mehr Schwarz als Lila“ (Rowohlt) erzählt Lena Gorelik eine Dreiecksgeschichte, aus der ein Viereck wird. Denn zu Ratte, Alex und Paul kommt Johnny, der junge Referendar, in den sich die Ich-Erzählerin Alex verliebt. Welche Dynamik entsteht, wenn aus drei Freunden vier werden, beschreibt Gorelik in einer lebendigen Sprache voll kurzer, heller Sätze. Sie bleibt nah bei ihren Figuren, und es es faszinierend zu lesen, wie die Jugendlichen sich gegenseitig und das Leben erkunden, erfühlen, erspielen. Gorelik fängt gekonnt ihr Staunen ein, ihre Enttäuschung, ihre Neugier. Alles in diesem Buch steht in Bezug zu Ratte, Alex und Paul. Das macht den Roman dicht, trotz seiner Leichtigkeit.

Eine hinreißende Geschichte über alles, was Freundschaft ausmacht – gepaart mit der Frage, ob das auch etwas mit Liebe zu tun haben kann. Lena Gorelik, die ohnehin nie schwach schreibt, hat mit ihrem fünften Roman eines ihrer besten Bücher vorgelegt.

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