Neuerscheinung · Rezension · Romane

Ein schicksalhafter Tag im Jahr 1924

graham swift, ein festtag, dtv, rezension, literaturblog, günter keilNie hatte es einen Tag wie diesen gegeben, nie wieder würde oder konnte es einen solchen geben.“

140 Seiten über einen einzigen Tag, den 30. März 1924. Und 140 Seiten über ein ganzes Leben. Graham Swift ist mit seinem feinsinnigen Roman „Ein Festtag“ (dtv) etwas ganz Wunderbares gelungen. Er schreibt über Jane Fairchild, ein 22-jähriges Dienstmädchen, das eine Affäre mir Paul Sherringham hat – einem Spross aus begütertem Hause.

Am 30.3.24 treffen und lieben sich die beiden ein letztes Mal – doch das wissen sie zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht. Wenige Stunden später stirbt Paul bei einem Autounfall, und in Jane reift der Entschluss, Schriftstellerin zu werden. Wie das zusammenhängt, notiert Swift mit britischer Eleganz und Sätzen, die wie Federn zu schweben scheinen.

Dieses schmale Buch ist ein kleines Wunder, denn es kombiniert gleich drei Genres: präzises Zeitporträt, feinsinnige Liebesgeschichte und gestraffte Biografie.

4 Kommentare zu „Ein schicksalhafter Tag im Jahr 1924

    1. „Will gelesen werden“, das ist eine schöne Formulierung! Ich habe hier auch stapelweise Bücher liegen, die etwas von mir wollen 😉 Wie gehst du mit diesen Ansprüchen um?

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