Sheriff, mal ganz anders

castle freeman, auf die sanfte tour, rezension, literaturblog günter keil Die Leute wollen, dass man seinen Job macht und dass man ihn nicht macht. Sie wollen, dass man seinen Job macht, aber nicht bei ihnen.“

Sheriff Wing ist ein alter Hase. Abgebrüht, lässig, nicht aus der Ruhe zu bringen. In einem Kaff in Vermont sorgt er für Ordnung. Viel gibt’s nicht zu tun: Betrunkene, Kleinganoven, Pechvögel, das war´s auch schon. In Castle Freemans „Auf die sanfte Tour“ (Hanser) erzählt Sheriff Wing von seinem Alltag. Und von seinen Über- zeugungen. Nichts überstürzen, immer mit der Ruhe, erstmal zuhören, das ist sein Credo. In erfreulich sparsamer Sprache zeichnet Castle Freeman das Bild eines besonnenen Sheriffs, wie man ihn sich in Zeiten von Trump und Erdogan wünscht.

Ein kurzer moderner Western, intelligent, trocken, weise. Mit Sätzen wie lakonische Kalendersprüche.

Einen reichen Mann sollte man, wenn es geht, zum Freund haben, aber ein armer Mann ist ein besserer Nachbar.“

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