Neuerscheinung · Rezension · Romane

Annäherung in Afrika

georg m. oswald, alle, die du liebst, piper, rezension, literaturblog, günter keil Reich, verwöhnt, blasiert. Anwalt Hartmut Wilke genießt seinen Status und sein neues Leben mit einer um mehr als 20 Jahre jüngeren Freundin. Doch Wilke, Hauptfigur in Georg M. Oswalds neuem Roman „Alle, die du liebst“ (Piper), ahnt, dass es so nicht weitergehen kann. Seine Noch-Frau kündigt einen Scheidungskrieg an, seine Kinder wollen schon lange nichts mehr von ihm wissen, die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen ihn.

Dann lieber gleich weg, nach Afrika. Auf Kiani Island, wo Wilkes Sohn Erik eine Strandbar betreibt. Sich aussöhnen, ein bisschen entspannen, so der Plan. Klar, dass er nicht aufgeht. Wilke und sein Sohn geraten aneinander, hinzu kommen Polizeiwillkür, Gewalt, Korruption und Erpressung. Georg M. Oswald erzählt schnell und effektiv, hält sich nicht mit Details auf, erzeugt enorme Spannung. Sein Vater-Sohn-Roman wird fast zum Thriller, und Wilke stellt ernüchtert fest: „Lange Zeit lebt man so als läge ein Meer von Möglichkeiten vor einem. Doch in Wahrheit lebt man nur für eine kurze Spanne wirklich in seiner Zeit.“

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