Interview · Krimis & Thriller · Moderation

„Provinz“, ein Schimpfwort?

rita falk, günter keil, interview„Provinzkrimi“ steht auf den Eberhofer-Romanen von Rita Falk. Fünf Millionen Mal haben sie sich bis jetzt verkauft (aktuell: „Weißwurstconnection“). Vor 20 Jahren undenkbar – Provinz? Krimi? Fünf Millionen? Never ever. 

„Das hat sich total verändert – aber nicht für mich“ hat mir Rita Falk bei unserem Auftritt in Olpe (Foto) erzählt. „Ich fand es in der Provinz immer schon viel lebenswerter als in der Großstadt, und das Wort empfand ich grundsätzlich nicht als abwertend. Mich in eine U-Bahn quetschen oder im Stau auf Stadtautobahnen stehen zu müssen, ist für mich der Horror!“ Die 52-jährige hat aus ihren Kindheits- und Jugenderinnerungen Provinzkrimis gebastlelt – ihre Oma war tatsächlich ein bisschen so wie die Oma in den Büchern, und ihr Ehemann war 30 Jahre lang Streifenpolizist wie ihre Hauptfigur Franz Eberhofer. „Meinen Erfolg habe ich der Provinz zu verdanken!“ sagt Falk und lacht. „Und ich werde auch nie mehr vom Land wegziehen!“ Ganz egal, wie man über Provinzkrimis denkt: Dass aus dem Schimpfwort ein Markenzeichen geworden ist, beeindruckt.

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