Rezension · Romane

Der Elefant, der leuchtet

martin suter, elefant, diogenes, rezension, literaturblog, günter keilWie bitte? Ein leuchtender Elefant? Gibt´s doch gar nicht.

Doch. Gibt´s. Vielleicht schon bald in der Realität. Und schon jetzt in Martin Suters neuem Roman „Elefant“ (Diogenes) spielt ein gentechnisch veränderter Elefant die Hauptrolle. Zwanzig Zentimeter groß, niedlich, rosarot schimmernd. Das einzigartige Geschöpf ist ein Wunder der Biochemie, ein begehrtes Luxusspielzeug, kurz: ein Tier, von dem sich viele Menschen viel Geld versprechen. Tierärzte, Zirkusdirektoren, Wissenschaftler und Gentechniker machen Jagd auf das Wesen, das von einer ganz normalen Elefantenmutter eines Zirkus´ zur Welt gebracht wurde. Allerdings im Auftrag eines Biochemie-Konzerns. Suters scheinbar abgedrehte Geschichte ist nach Angaben des Autors durchaus realistisch, und der Schweizer bewältigt gekonnt die Gratwanderung zwischen Komödie und Gentechnik-Roman. Ein charmantes, bestens unterhaltendes Buch, das wieder einmal zeigt, dass Suter über fast alles schreiben kann.

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