Krimis & Thriller · Neuerscheinung · Rezension

Schimanski 2.1.

gregor weber, asphaltseele, heyne hardcore, literaturblog, günter keilDieser Typ ist ein echter Kerl. Einer, der Klartext spricht. Einer, der viel verträgt – vor allem, wenn´s um Alkohol geht. Ein Bulle, kein Polizist.

Ruben Rubeck, der herbe Held aus Gregor Webers Thriller „Asphaltseele“ (Heyne Hardcore), liebt das 4. Revier, Frankfurts Bahnhofsviertel, sein Reich: „Viele denken, ich würde da wohnen, weil es bei mir für mehr nicht reicht, weil ich mich im Dreck wohlfühle und mit meinem Gesicht sowieso nirgends sonst in Frankfurt eine Wohnung bekäme, aber das stimmt nicht. Ich hab’s einfach gerne nah zur Arbeit.“

Rubeck, inzwischen auch nicht mehr der Jüngste, sitzt unmotiviert seine Arbeitszeit ab und freut sich auf den Feierabend, den er in seinen Stammkneipen mit diversen Bierchen begießt. Eines Abends gerät er angetrunken in eine Schießerei, verpasst dabei einem kosovarischen Gangsterboss eine Kugel – und befindet sich plötzlich in einem brandgefährlichen Fall. Das LKA engagiert Rubeck für eine Undercover-Aktion, denn er kennt den Kosovo aus einem früherem Einsatz als Soldat. Doch bald dämmert dem kettenrauchenden Bullen, dass er nur benutzt wird… Gregor Weber legt einen perfekten Cop-Thriller vor: Schnörkellos, schnell und mit einer typischen Noir-Hauptfigur. Ruben Rubeck, eine Art Schimanski 2.1., flucht und stolpert so überzeugend durch den Plot, dass man ihn gerne dabei begleitet. Aus sicherer Entfernung, versteht sich.

2 Kommentare zu „Schimanski 2.1.

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