Kleines Buch, große Wirkung

brokenSydney ist 2327 Kilometer entfernt. Und Europa, wo der erste Weltkrieg tobt, noch weiter. Man schreibt das Jahr 1915. Das australische Bergbaustädtchen Broken Hill wird von einem Schlackeberg dominiert: „Er thronte über der Stadt wie ein riesiger Schlapphut, der einen weiten, unliebsamen Schatten warf.“ schreibt Nicholas Shakespeare in seinem präzise erzählten Drama „Broken Hill“ (Hoffmann und Campe). Auf knapp 130 Seiten erzählt der britische Schriftsteller von Rosalind. Die junge Frau ist die einzige in Broken Hill, die keine Vorurteile gegenüber Ausländern hat. Alle anderen, vor allem der mächtige Gesundheitsinspektor, wettern gegen die „Kümmeltürken“ und Afghanen, die am Rande des Dorfes in einem Camp leben. Rosalind freundet sich mit einem türkischen Eisverkäufer an und besucht die Afghanen – doch sie muss mitansehen, wie Ausgrenzung und Erniedrigung dazu führen, dass sich zwei Einwanderer zu Fundamentalisten entwickeln. Die Folge: ein Attentat. Eine Tragödie.

Nicholas Shakespeare beschreibt einen zeitlos brisanten Fall, ernsthaft und klar. Ein Lehrstück über die Entstehung von Fundamentalismus. – Meine Rezension ist soeben auch im Magazin PUBLIK erschienen. 

2 Kommentare
  1. Ich suche gerade die Rezension. Unter „Magazin Publik“ habe ich nichts gefunden. Kannst Du vielleicht einen Link dafür reinstellen? Vielen Dank! Vom Klappentext her klingt es interessant!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: