Neuerscheinung · Rezension · Romane

Am Abgrund

gumerIch will aufschreiben, wie ich hierhergekommen bin.“

Ein Mann steht vormittags auf dem Gipfel eines Berges. Er blickt in den Abgrund. Gibt sich noch zehn Stunden Zeit bis zum Einbruch der Dunkelheit. Bis dahin will er sein Leben aufgeschrieben haben – 100 leere Seiten warten auf ihn. Dann schreibt er. Und wir lesen gebannt mit. Denn dieser Mann schont sich nicht. Er berichtet ehrlich davon, wie er zwei Menschen getötet hat – um Gutes zu tun. Doch durfte er das? Ist er ein Mörder?

In seinem neuen, kurzen Roman „Am Rand“ (Zsolnay) besticht Hans Platzgumer mit stiller, bescheidener Dramatik. Sein Ich-Erzähler, der Bergsteiger, berichtet von den Ereignissen, die ihn an den Rand des Felsens geführt haben. Von seinen frühen Jahren als Siedlungskind, von seinen Frauen, seinem Großvater und seinem engsten Freund. Platzgumers Ton ist sanft, aber eindringlich. Und seine Hauptfigur lässt einen noch lange nach der Lektüre nicht los.

Es gibt kein Zurück. Dein einziger Ausweg misst einen einzigen Schritt. Nicht mehr.“

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