Demenz ist endlich aufhaltbar!

doerrKapstadt, in naher Zukunft. Ärzte können persönliche Erinnerungen direkt aus dem Gehirn downloaden und ihren Patienten auf Audio-Kassetten zur Verfügung stellen. Demenz ist nicht heilbar, der Gedächtnisverlust kann jedoch verlangsamt werden. Mit diesem Szenario in „Memory Wall“ (C.H. Beck) hat US-Schriftsteller Anthony Doerr im vergangenen Jahr den Pulitzer-Preis ergattert. Seine kurze Erzählung hat kaum etwas mit einem Sciene-Fiction-Roman gemeinsam, sondern mit einer stillen, feinsinnigen Novelle.

Doerrs Hauptfigur Alma Konachek ist 74. Die wohlhabende Witwe steht vor ihrer „Memory Wall“, einer Wand voller Fotos, Postkarten, Einkaufslisten und Kassetten, die als Gedächtnisstützen dienen. Almas verstorbener Mann war Forscher, und so wie er früher nach Fossilien suchte, sucht die Witwe nun nach Erinnerungen an ihn. Und nicht nur sie: Unbekannte brechen in Almas Haus ein, da sie sich von der „Memory Wall“ Erkenntnisse über den Fundort eines wertvollen versteinerten Dokuments erhoffen.

Den Pulitzer-Preis bekam Doerr völlig zu Recht, denn so poetisch und spannend wurde bisher kaum über Demenz und die Bedeutung von Erinnerungen geschrieben. Meine umfassende Rezension erscheint in der nächsten Ausgabe des Magazins PUBLIK.

4 Kommentare
  1. Da kann ich nur zustimmen: vielen Dank! Hört sich sehr vielversprechend an

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