Drei Männer, ein Roadtrip

boogieAlex, Willi und Ben: Drei skurrile Typen auf einem noch viel skurrileren Roadtrip durch die bayerische Provinz. Ja, Max Bronskis neuer Roman „Mad Dog Boogie“ (Kunstmann) hat ungewöhnliche Hauptfiguren und einen schrägen Plot. Beste Voraussetzungen für großartige Unterhaltung. Doch Bronski überfrachtet seine Geschichte mit zu vielen Hippie-Klischees und psychologischen Details. Muss Alex, ein ehemals genialer Gitarrist, unbedingt unter einer Drogenpsychose leiden und nach einem Schädel-Hirn-Trauma seine Erinnerungen wiedererlangen? Muss sein Kumpel Ben, ein junger Punk, unbedingt an Tourette leiden? Und muss Ben den beiden unbedingt dabei helfen herauszufinden, ob Alex in den wilden Siebzigern mal eine Frau erschlagen hat? Nein. Trotzdem berichtet Bronski von alldem und bremst damit seinen eigenen Plot aus. Schade. Denn Bronskis frühere Romane, die lakonisch und souverän erzählten Gossec-Krimis, bestechen genau durchs Gegenteil von „Mad Dog Boogie“: es sind klare, reduzierte Geschichten, die nicht originell sein wollen. Sondern es einfach sind.

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