Höchst vergnüglich!

soboEin Beziehungsroman also. Über Empfindlichkeiten und Wehleidigkeiten. Über vergnügliche Missgeschicke und bittere Erkenntnisse. Adam Soboczynskis Debüt „Fabelhafte Eigenschaften“ (Klett-Cotta) bietet höchst amüsante Unterhaltung auf sprachlich elegantem Niveau. Soboczynski beobachtet aus sicherer ironischer Distanz einen berühmten Künstler, der Tiere am Strand malt (Hans), einen frustrierten hippen Architekten (Sebastian) und eine attraktive Frau aus wohlhabendem Hause (Julia). Diese drei fein gezeichneten Protagonisten verbindet eine klassische Berliner Dreiecksgeschichte inklusive fürsorglicher Anteilnahme, überwindungswürdiger Distanziertheit und eines hohen Maßes an Stilempfinden. Soboczynski erzählt zwar nichts Neues über Liebe und Verachtung, Kunst und Leben. Aber das muss er auch nicht. Denn seine Prosa glänzt und funkelt so sehr, dass die Lektüre zu einem subtilen Vergnügen wird. Seinen geistreichen Plot dreht der Feuilletonchef der ZEIT zum Schluss auch noch ins Doppelbödige. Sehr empfehlenswert!

Zitat: „… ein französisches Lokal in Berlin-Mitte, das seine kostspielige Vortrefflichkeit durch die stadtteiltypisch herausgestellte Unverkrampftheit vernebelte.“

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