Krimis & Thriller · Neuerscheinung · Rezension

McDermids intelligente Frauenfiguren

valKaren. Maggie. Tessa. Drei Frauen, die den neuen Roman von Val McDermid bestimmen – „Der lange Atem der Vergangenheit“ (Droemer). Ein Detective Chief Inspector (Karen), eine Professorin für die Geopolitik des Balkans (Maggie), eine Anwältin für Menschenrechte (Tessa). Was die Frauen zusammenführt: eine skelettierte Leiche, die in der Turmspitze eines Gemäuers in Edinburgh gefunden wird. Wie Karens Ermittlungen zeigen, steht der Knochenhaufen in direkter Verbindung mit den Balkankriegen Anfang der 90er-Jahre. Auch Maggie wird von der Vergangenheit eingeholt: das Verschwinden ihres Ex-Mannes, eines kroatischen Generals und Nationalhelden, beschäftigt sie erneut. Und belastet ihre Beziehung zu Tessa. Val McDermid hat einen klassischen Ermittlungskrimi geschrieben – souverän schildert sie, wie Karen die Identität der Leiche aufdeckt und sich mit den Kriegsverbrechen Ex-Jugoslawiens beschäftigt. Edinburgh, Dubrovnik. Noch spannender – und typisch McDermid – ist jedoch, wie sich die intelligenten Frauenfiguren verstehen, unterstützen, lieben und verletzen.

3 Kommentare zu „McDermids intelligente Frauenfiguren

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