Der kürzeste Jo Nesbø aller Zeiten

jo Na sowas. Ein Jo Nesbø-Roman mit nicht einmal 200 Seiten – sehr ungewöhnlich für Norwegens erfolgreichsten Kriminalschriftsteller. „Blood on Snow. Der Auftrag“ (Ullstein) ist das bisher kürzeste Nesbø-Werk. Seine Harry-Hole-Reihe lag meist zwischen 400 und 650 Seiten, und eines ihrer Markenzeichen waren die komplexen Plots. Auch Nesbøs standalones (zuletzt „Der Sohn“) zeichneten sich neben der Spannung durch Länge und Tiefe aus.

Der neue kurze Roman spielt 1977 in Oslo. Ich-Erzähler Olav, ein sensibler Profikiller, arbeitet für den größten Drogendealer Norwegens. Normalerweise erledigt Olav seine Aufträge schnell. Doch diesmal kommt er ins Grübeln – er soll die Ehefrau seines Bosses töten. Prompt verliebt er sich in sie und gerät selbst ins Fadenkreuz. Eine knappe, knackige Dreiecks-Geschichte, lakonisch erzählt. Scheint so, als orientiere sich Jo Nesbø neuerdings an den Klassikern der US-Hardboiled-Literatur. Schon im Februar kommt der nächste Kurze – als eigenständiger Teil dieser Miniserie. Übrigens, auch das Aussehen des Paperbacks ist ungewöhnlich: von außen wirkt das Werk, als sei es auf schwarzen Seiten geschrieben.

2 Kommentare
  1. Philipp Elph sagte:

    Farbschnitt wie hier in Schwarz scheint wieder in Mode zu kommen. Suhrkamp stattet die Neal Carey reihe von Don Winslow mit roten Schnitten aus.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: