Buchbranche · Buchmesse

Mensch, Messe!

fbmIch habe sie mal wieder überlebt: die heute zu Ende gehende Buchmesse. Aber warum heißt dieser wunderbare Wahnsinn eigentlich BUCHmesse? MENSCHENmesse wäre passender. Denn der größte Teil der Fachbesucher kommt nicht wegen der Bücher. Sondern wegen: Gesprächen, Treffen, Interviews, Kontakten, Lesungen, Partys.

Es ist großartig, durch die Gänge zu laufen und ständig gegrüßt zu werden (oder Kollegen zu begrüßen). „Hast Du ein paar Minuten?“, „Setz´ dich doch zu uns!“, „Wie läufts bei euch?“, „Auch erkältet?“, „Wie lange dauert´s noch bis zur Happy Hour?“, „Kommst du am Abend?“. Was sonst noch spür- und sichtbar ist von der buchlosen Buchmesse: die unverschämt hohen Preise für mittelmäßige Speisen in den „Restaurants“. Die knalligen Bodenbeläge (rot, blau, türkis). Die Polizisten mit ernsten Blicken (wegen Salman Rushdie und Hamed Abdel-Samad). Das Gedränge in den Toiletten vor den Halleneingängen. Der graue Himmel über Frankfurt. Das professionelle Lächeln der omnipräsenten Flyerverteiler. Das falsche Lächeln von Konkurrenten. Die kunstvoll oder einfallslos gestalteten Stände. Und vor allem: das unvergleichliche Gefühl, eine tolle Messezeit gehabt zu haben. Im ICE zurück nach Hause an all die Begegnungen zu denken. Und festzustellen: Oh, da waren doch auch Bücher.

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