Lissabon, 1940

leavittLissabon, Sommer 1940. Tausende Flüchtlinge warten auf das nächste Schiff nach Amerika. In einem Café begegnen sich zwei junge, privilegierte Ehepaare: Iris & Edward, Julia & Pete. Sie freunden sich an, erkunden Lissabon, berichten von ihrer Flucht aus Paris, von ihren jüdischen Vorfahren.

US-Autor David Leavitt erzählt in seinem Roman „Späte Einsichten“ (Hoffmann und Campe) von einer ungewöhnlichen Paar-Freundschaft. Von dem Versuch, trotz Krieg Lebensfreude zu entwickeln und an einem Ort glücklich zu sein, den man eigentlich so schnell wie möglich verlassen will: „Jetzt geht es uns wie allen anderen Ausländern in Lissabon. Dort, wo wir bleiben müssen, wollen wir nicht sein. Und dort, wo wir sein wollen, dürfen wir nicht bleiben.“ Nach einem Drittel verpasst Leavitt seinem feinen Roman eine unvorhersehbare (und ungewöhnliche) Wendung: Edward und Pete verlieben sich ineinander – und plötzlich verschieben sich alle Koordinaten der Paarbeziehungen dramatisch. Lesenswert!

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