Australiens bester Schriftsteller

wintonWer? Tim Winton? In Deutschland relativ unbekannt, in seiner Heimat Australien ein Star, ausgezeichnet mit den wichtigsten Literaturpreisen. Sein neuer Roman „Schwindel“ (Luchterhand) macht fast schwindelig, so gut ist er geschrieben, in einem faszinierend lässigen Ton, der irgendwo zwischen T.C. Boyle und Karl Ove Knausgard liegt. Winton porträtiert Tom Keeley, einen ehemaligen Star der Umweltbewegung. Der Mittvierziger ist arbeitslos, geschieden, verbittert und träge. Doch eines Tages wird Keely aus dem Rausch des Selbstmitleids gerissen. Nebenan zieht Gemma Buck ein, eine Freundin aus Kindertagen. Auch Gemma ist gescheitert, auch sie hat hohe Schutzmauern um sich errichtet. Ihr sechsjähriger Enkel Kai lebt bei ihr, denn seine drogenabhängige Mutter sitzt im Gefängnis. Obwohl sich Keely gegen einen näheren Kontakt sperrt, entsteht eine Bindung zu seinen neuen Nachbarn. Skepsis weicht Neugier, und wie in Zeitlupe entwickelt sich Zuneigung. „Schwindel“ ist ein herausragender Roman über Mitgefühl und Menschlichkeit, der gegen Ende so spannend wird wie ein Thriller. Für mich ist Tim Winton ganz klar: Australiens Bester!

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