Rezension · Romane

Schmutzige PR-Tricks

greenwashKundenabzocke, Kinderarbeit, miese Löhne, schlechte Produkte? Kein Problem. Karl Wolfgang Flender beschriebt in seiner PR-Satire „Greenwash Inc.“ (DuMont), wie Unternehmen ihr Image aufpolieren.

Die Lösung: Mars & Jung, eine spezialisierte PR-Agentur, hat das passende Rezept für unmenschliche, verantwortungslose und umweltzerstörende Firmen. Eingesetzt werden pseudo-soziale Videos, falsche Öko-Zertifikate, erfundene Hilfsaktionen in der Dritten Welt und weitere Kampagnen, die Konsumenten zu Tränen rühren. In einem lakonischen, fast schon zynischem Ton lässt Wolfgang Flender seine Hauptfigur aus dem Nähkästchen plaudern: Marketing-Experte Thomas Hessel ist kein Trick zu schmutzig, keine Lüge zu dreist. Hauptsache, seine Klienten sind zufrieden. Und er macht Karriere. „Greenwash Inc.“ erinnert ein bisschen an Frédéric Beigbeders 2001 erschienenen Roman „39,90“ – doch zum Glück hat Flender genügend eigene Ideen, und seine rasante Story überzeugt.

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