Neuerscheinung · Rezension · Romane

boah ey, alles klein geschrieben

rucksschon klar, korrekt ist das nicht, alles einfach kleinzuschreiben, und viele kommas zu setzen statt punkten. aber so läuft das im rasanten debütroman von stefan ferdinand etgeton, „rucksackkometen“ (c.h. beck). darin erzählt der frisch promovierte fiete von sich und seinem kumpel jann. von besäufnissen, bewerbungen, sex, kiffen, köln, berlin. und vor allem vom unterwegssein, vom aufbruch, endlich mal weg, raus aus deutschland, rein in dieses europa. und zwar als tramper ohne viel geld aber mit viel improvisation, rüber nach polen, ungarn, ukraine, rumänien, moldawien, montenegro. und dann sind die beiden chaoten tatsächlich da, am ziel, in athen, klettern zur akropolis empor. und irgendwann sind sie auch wieder in deutschland. boah, nee, ey, oder?! stefan ferdinand etgetons postpubertäre, kumpelmäßige sprache kann ziemlich nerven, aber sie trifft sehr gut den nerv dieser protagonisten, dieser verrückten reise, vielleicht sogar dieser generation. und in der masse aus schnellen sätzen ohne groß und klein findet sich so manche brillante formulierung wie diese vom „standardmäßig unterlegtem edlen selbstwertgefühlteppich, der dir stabilität und ein gigantisches selbstwertgefühl gab.“

2 Kommentare zu „boah ey, alles klein geschrieben

  1. Irgendwie schaffst du es ja doch neugierig auf das Buch zu machen, aber ich befürchte, ich würde ein Problem mit Kleinschreibung, Sprache und Kommasetzung haben. Ich werde beim nächsten Besuch in der Buchhandlung aber mal reinlinsen! 🙂

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