Buchbranche

Das Abstimmungsverhalten von Frauen und Männern in Literaturjurys

tukanWas nun? Drei dafür, drei dagegen. Kürzlich, bei einer der Jury-Sitzungen des Münchner Tukan-Preises, kam es zum Patt. Als einer der Juroren musste ich schmunzeln, denn das Abstimmungsverhalten spiegelte offenbar geschlechtstypische Ansichten: Wir männlichen Mitglieder waren FÜR ein bestimmtes Exposé, unsere Kolleginnen DAGEGEN. Etwas später lief es ähnlich: Bei der Auswahl von zwei weiteren Expoés stimmten die Männer DAGEGEN, die Frauen DAFÜR. Es scheint sie also doch zu geben, die Romane (oder Themen, Protagonisten, Sprachstile…), die ein Geschlecht mehr ansprechen als das andere. Wie es nach dem Patt weiterging? Wir diskutierten, analysierten und stimmten noch einmal ab. Mit eindeutigem Ergebnis. Aus 32 vorliegenden Exposés & Textproben für zwei Arbeitsstipendien wählten wir zunächst sechs für die letzte Runde aus. Darunter: vier Frauen und zwei Männer. In einer weiteren Sitzung mit Vertretern des Münchner Stadtrats wurde noch einmal abgestimmt, und jetzt haben wir sie: Die zwei Gewinner(innen). Am 12. August werden sie offiziell bekanntgegeben. Welches Geschlecht sie haben? Darf ich noch nicht verraten.

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