Krimis & Thriller · Lesungen · Neuerscheinung

Warum Eltern ihren Kindern vorlesen sollten und warum es nicht Schopenhauer sein muss

juanJuan Gómez-Jurado ist zwar erst 37 Jahre alt, aber schon einer der erfolgreichsten spanischen Autoren. Seine Bücher, überwiegend Thriller („Zerrissen“, dtv), werden in mehr als 40 Sprachen veröffentlicht. Ich moderierte vor kurzem eine Lesung mit Gómez-Jurado (Foto) und staunte nicht schlecht: Der quirlige Spanier sprüht vor Wortwitz, macht sich über sich selbst und alles andere lustig. Ja, Juan Gómez-Jurado ist: ein begnadeter Erzähler, Unterhalter, Comedian.

Die Ursache dafür liegt auch in seiner Kindheit: „Früher hat mir mein Vater jeden Abend eine Geschichte vorgelesen. Wenn er von der Arbeit nach Hause kam, ging er sofort zu mir ins Zimmer, nahm ein bestimmtes Buch und las mir daraus vor. Ich hörte wie gebannt zu, schlief irgendwann ein und fieberte am nächsten Tag wieder diesem Moment entgegen. Es war immer der gleiche Band, aus dem er mir eine andere Geschichte vorlas. Als ich älter war, sah ich, dass das Buch von Schopenhauer stammte. Aber die Geschichten meines Vaters waren definitiv keine Schopenhauer-Texte. Das heißt, er hatte immer nur so getan, als ob er vorliest. Er erfand die Geschichten! Ich mache das heute ähnlich: Auch meinen beiden Kindern erzähle ich dauernd irgendetwas Erfundenes. Und meine Thriller dürfen sie erst dann lesen, wenn sie 15 sind!“

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