Hörbuch · Rezension · Romane

Bayerische Skurrilitäten

wolfSchon gewusst? „Ruach“ ist ein gieriger Mensch, und unter „Bockfotz´n“ versteht man eine Maulschelle. In Fußnoten klärt Andreas Föhr seine Leser über die Bedeutung bayerischer Worte auf. „Wolfsschlucht“ (Argon Hörbuch / Droemer Verlag), der sechste Fall seiner Serie, funktioniert reibungslos. Was auch daran liegt, dass die zwei bewährten Hauptfiguren der Kripo Miesbach erneut überzeugen: Kommissar Clemens Wallner und Polizeiobermeister Leonhard Kreuthner. Pflichtbewusst der eine, unberechenbar der andere. Diesmal vagabundiert ein Wolf durch die Bergwälder am Tegernsee, und ein Leichenwagen wird im Flussbett der Mangfall gefunden. Am Steuer: Der erschossene Bestatter. Kurz darauf landet ein BMW in der berüchtigten Wolfsschlucht, in dessen Dach ein Maibaum steckt. „Wird ja immer skurriler“ sagt Wallner bei den Ermittlungen. Stimmt: Andreas Föhr packt jede Menge schräge Figuren und Momente in seinen Roman. Doch er übertreibt es nicht. Dialogwitz, Spannung und Lokalkolorit halten sich die Waage – und Michael Schwarzmaier ist der perfekte Sprecher für dieses Hörbuch.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s