Neuerscheinung

Das Gegenteil von Einsamkeit

keegTraurig, furchtbar, bitter. Worte können nur schwer das Schicksal von Marina Keegan einfangen. Die hochtalentierte Autorin und Journalistin starb 2012 bei einem Autounfall. Keegan war 23 Jahre alt und hatte gerade ihren Yale-Abschluss gemacht. Sicher ist: Sie wäre ein Star der internationalen Literaturszene geworden. Der Beweis: „Das Gegenteil von Einsamkeit“, eine Sammlung ihrer Kurzgeschichten und Essays, vor wenigen Wochen bei S.Fischer erschienen.

Keegans Prosa ist einzigartig: Wach, offen, reflektierend. Suchend, zweifelnd, hinterfragend. Obwohl sie über die typischen Themen ihres Alters schreibt (Berufswahl, Beziehungen, Zukunftsangst, Joints, Freundschaft), wirken die meisten ihrer Texte zeitlos und gereift. Mit sanfter Melancholie gelingt es der Ausnahmeautorin, die Sehnsüchte ihrer Generation einzufangen. Nach einem anhaltenden Gemeinschaftsgefühl, nach Unbeschwertheit.

Man möchte mehr lesen von Marina Keegan, einen großen Roman vielleicht. Wie schade, dass daraus nichts wird.

4 Kommentare zu „Das Gegenteil von Einsamkeit

  1. Hallöchen 🙂
    Ich habe mir das Buch gestern gekauft und bisher noch etwas Angst es zu lesen, Angst davor, dass es zu traurig sein könnte, weil das Schicksal der jungen Autorin ständig im Hinterkopf herumspuken wird.
    Aber dieser Beitrag macht es immer schwieriger mit Angst vor dem Buch zu sitzen, sondern es endlich in die Hand zu nehmen und zwischen den Wörtern zu verschwinden.
    Liebe Grüße
    Jule

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