Krrrrrrrrrr! Uiiiii!!!!

riadSuuuuuper!!!! Ja, Ausrufezeichen gibt´s in diesem Buch zur Genüge. Ist ja auch eine Graphic Novel. Eine der besten der vergangenen Jahre. Soeben ausgezeichnet mit dem wichtigsten europäischen Comicpreis „Fauve d’or“. „Der Araber von morgen“ (Knaus) ist ein optisches, inhaltliches und haptisches Erlebnis. Der Pariser Comic-Zeichner Riad Sattouf erzählt darin von seiner Kindheit in Frankreich, Libyen und Syrien.

1978: Riad ist zwei Jahre alt, Sohn einer Französin und eines Syrers. Sein Vater führt die Familie nach Tripolis, wo er an der Universität lehrt und von einem vereinigten Arabien schwärmt. Für Riad und seine Mutter ist der Alltag im Libyen Gaddafis jedoch hart. Als die Familie nach ein paar Jahren in Assads diktatorisches Syrien umzieht, kommt es noch schlimmer: Dreck, Armut, Gewalt. Doch der Vater lügt sich die Realität schön.

Riad Sattouf zeigt seine Erlebnisse aus kindlicher Perspektive. Der knollennasige Junge blickt staunend auf die Erwachsenenwelt, auf Chaos und Gewalt, auf Polit-Propaganda, Judenhass und Frauenverachtung. Die Zeichnungen sind genial: Mal liebevoll-märchenhaft, mal reduziert-modern, mal drastisch, mal verträumt. Sattouf, der bis 2014 zehn Jahre lang auch für Charlie Hebdo zeichnete, vereint Anspruch und Unterhaltung, Witz und Tiefgang wie kein anderer. Wie gesagt: Suuuuper!!!

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