Buchbranche · Lesungen · Moderation

Wo bin ich? (auf Lesereise)

koffer314? Oder 341? Oder doch Zimmer 431? 413? Man kann ziemlich durcheinander kommen, wenn man jeden Tag in einem anderen Hotel schläft. Bin ich in Hannover oder in Stuttgart? Bei „Leipzig liest“ oder „lit.Cologne“? Ach so, in München. Beim Krimifestival.

Vorübergehende Orientierungslosigkeit gehört genauso zu einer Lesereise wie Schlaflosigkeit. Neben all den positiven Aspekten: Spannende Auftritte, kreative Schübe, neue Eindrücke, unvergessliche Begegnungen. Spaß. Teamarbeit. Literatur, die lebt. Schön auch, dass jeder Abend anders ist, obwohl die Besetzung auf der Bühne gleich bleibt. Fünf Lesungen in fünf Städten, das bedeutet: Fünf verschiedene Räume mit anderem Licht, Ton, Geruch. Mit Mikrofonen, Stühlen, Tischen, Lampen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Gilt auch fürs Publikum: Mal spüre ich sofort eine wunderbare positive Energie, Neugier, Vorfreude. Mal Zurückhaltung, Unsicherheit oder Skepsis – dann drehen wir die Stimmung. Lesereisen sind auch gefüllt von Zeitplänen, Terminen, Ticketnummern, Abfahrtszeiten, Wartezonen, Kofferrollereien. An- und Abreisen.

Vorgestern, auf dem Weg vom Düsseldorfer Flughafen nach Köln, standen das Autorenduo Erik Axl Sund, Nina Petri und ich drei Stunden im Stau. Trotzdem wurde es ein großartiger Abend. Und irgendwann landete ich dann wieder vor einer Zimmertür. 314? Oder 341? Diesmal nicht. Ich war wieder daheim. Aber verdammt nochmal, wo hatte ich nur den Wohnungsschlüssel verstaut?

2 Kommentare zu „Wo bin ich? (auf Lesereise)

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