IS-Terror in zwei neuen Romanen

IFGute Romane sollten aktuelle Themen aufgreifen, zum Diskutieren anregen. Oder genau das Gegenteil: Uns in andere Welten transportieren.

Islamistischer Terror ist unter den Neuerscheinungen natürlich ein großes Ding.  Zoë Beck orientiert sich in „Schwarzblene“ (Heyne) an einem wahren Mord. Lee Rigby, ein britischer Soldat, wurde 2013 in London von zwei Männern getötet. Bei Beck läuft es ähnlich – sie schildert die Szene allerdings aus der Perspektive eines Kameramanns, der zufällig Zeuge des Mordes wird und mit seinem Handy alles filmt. Anschließend dreht er eine Doku über die Täter. Die jungen Männer sind in England geboren und landen in einem IS-Trainingscamp. Zoë Beck macht aus diesem Stoff einen rasanten, realistischen Thriller.

Gemütlicher geht´s in „Das Büro der einsamen Toten“ (Hoffmann & Campe) von Britta Bolt zu. Tatort: Amsterdam. In der Prinsengracht wird die Leiche eines marrokanischen Einwanderers gefunden. Pieter Posthumus vom städtischen Büro, das sich um die Bestattung anonymer Verbrechensopfer kümmert, ermittelt auf eigene Faust. Und sitzt gerne in seinem Lieblingscafé „De Dolle Hond“. Bald ist klar: Der Tote hatte Kontakte zu einer Gruppe junger Muslime, die vom Staatsschutz beobachtet werden. War ein Anschlag geplant? Posthumus´ Ermittlungen sind eher unspektakulär – schade, denn der sympathische Ermittler ist ein perfekter Stadtführer durch Amsterdam.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: