Mörderisches Landleben in Wales

cynanVorsicht! Dieser Roman ist roh, brutal, erdig. Und gleichzeitig höchst literarisch, poetisch, feinsinnig. Klingt nach einem Widerspruch. Doch der Waliser Cynan Jones kriegt das ganz locker hin – in „Graben“ (Liebeskind) . Auf nur 176 Seiten zieht er seine Leser tief ins Landleben. Abgrundtief. Tiere werden auf widerliche Weise getötet, und zwei Männer geraten heftig aneinander: Schaffarmer Daniel, der einen abgelegenen Landstrich bewirtschaftet. Und ein skrupelloser, Dachse jagender Hundezüchter. Eine archaische Konstellation, ein erbitterter Zweikampf. Ein schmales Buch, das sogar hartgesottene Leser umhauen kann.

„Ein weißes Rauschen in der Ferne. Ein Laut, der ein primitives leises Flüstern über die Dauerhaftigkeit großer Dinge herbeitrug.“ // „Mistvieh, sagte er. Dann stieg er mit dem Stiefel auf den Hinterlauf, trat immer und immer wieder darauf, bis die dünne saubere Linie des Drahts auf dem rohen Fleisch nicht mehr zu sehen war.“

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: