Krimis & Thriller · Neuerscheinung · Rezension

Jo Nesbøs neuer Sohn

sohnSchon klar, es gibt sie auch diesmal wieder: Die verdammt spannenden Verfolgungsszenen. Die intensiven Momente, in denen Protagonisten beschreiben, wie sie soeben sterben. Die Situationen, in denen das Tempo so hoch ist, dass ma als Leser kaum zum Luftholen kommt. Ja, Jo Nesbös „Der Sohn“ (Ullstein) ist ein Thriller, der funktioniert. Aber leider auch einer, der sich nicht deutlich abhebt von seinen Genrebrüdern. Und einer, der sich etwas in die Länge zieht. Von Jo Nesbö darf man jedoch erwarten, dass genau so etwas nicht passiert. Die Handlung ist schnell nacherzählt: Ein charismatischer junger Krimineller – Sonny – flüchtet aus dem Gefägnis, um seinen toten Vater zu rächen. Dabei stößt er auf Korruption und Intrigen bei der Polizei (wo sein Daddy arbeitete), und verführt eine Kommissarin. Nun ja. Natürlich gibt es Wendungen und falsche Fährten – aber Nesbös Sprache wirkt über weite Strecken arg durchschnittlich. Von der hochwertigeren Prosa Dennis Lehanes und Don Winslows ist der Norweger weit entfernt. Zumindest diesmal.

 

2 Kommentare zu „Jo Nesbøs neuer Sohn

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