Neuerscheinung

Hamburger Melancholie

eiselWer Hamburg mag, sollte dieses Buch lesen. Wer gute Literatur mag, ebenfalls. Jens Eisels „Hafenlichter“ (Piper) sind ein herausragendes Beispiel dafür, wie wenig nötig ist, um viel zu erreichen. Denn Eisel beschränkt und verlässt sich aufs Wesentliche. Kurze Sätze, kleine Geschichten, Punkt, aus. Mit einfachen Worten blickt er tief in die Seele und in die Biografien seiner Protagonisten – allesamt Außenseiter, Einsame, Gestrandete. Am Hafen, in Kneipen und Autowerkstätten, Tattoo-Studios und engen, dunklen Wohnungen. Jens Eisel besitzt ein großes literarisches Gespür für die Magie ganz normaler, melancholischer Momente. Er schreibt sanft, ohne kitschig zu sein. Knapp, ohne kühl zu wirken. Die Schicksale seiner aus der Bahn geworfenen Figuren machen zwar traurig. Doch der 34jährige „Open Mike“-Gewinner drückt nicht auf die Tränendrüse. Genial: Oft beendet er seine Stories dort, wo andere Autoren beginnen. Und beginnt sie, wo andere aufhören. Ein tolles Debüt!

2 Kommentare zu „Hamburger Melancholie

  1. Danke für die Empfehlung! Ich habe Jens Eisel vorletzte Woche beim open mike gehört und mir sein Buch anschließend gekauft, die Lesung hatte mich schon ausreichend überzeugt! Nun freue ich mich noch mehr auf die Lektüre!

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